{"id":1609,"date":"2023-11-27T00:09:02","date_gmt":"2023-11-26T23:09:02","guid":{"rendered":"https:\/\/anthroposophie.online\/WP\/?p=1609"},"modified":"2025-04-30T20:29:56","modified_gmt":"2025-04-30T19:29:56","slug":"erstes-kolloquium-zur-uebersinnlichen-wahrnehmung-im-zweig-am-goetheanum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/anthroposophie.online\/WP\/blog\/erstes-kolloquium-zur-uebersinnlichen-wahrnehmung-im-zweig-am-goetheanum\/","title":{"rendered":"Erstes Kolloquium zur \u00fcbersinnlichen Wahrnehmung im Zweig am Goetheanum"},"content":{"rendered":"\n<p>Ersterschienen in Anthroposophie weltweit Nr 12\/24 S. 6f<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Bericht Thomas Meyer<\/h1>\n\n\n\n<p>Am 2. November 2024 fand in der Schreinerei im Goetheanum das \u2039Erste Kolloquium zur \u00fcbersinnlichen Wahrnehmung\u203a statt. Zum ganzt\u00e4gigen Kolloquium hatte der Zweig am Goetheanum eingeladen. Referenten waren Frank Burdich, Corinna Gleide, Gunhild von Kries, Karsten Massai, Thomas Mayer und Dorian Schmidt, die seit Jahren Kurse in \u00fcbersinnlicher Wahrnehmung geben und B\u00fccher dazu geschrieben haben. Die Referent\/inn\/en erz\u00e4hlten in Podiumsgespr\u00e4chen offen und pers\u00f6nlich von ihrem Werdegang, biografischen Klippen und der Methodik \u00fcbersinnlicher Wahrnehmung. Diese sollte auch in praktischen \u00dcbungen erlebbar werden, deshalb gab es zweimal sechs parallele Workshops.<\/p>\n\n\n\n<div id=\"ez-toc-container\" class=\"ez-toc-v2_0_83 ez-toc-wrap-left counter-hierarchy ez-toc-counter ez-toc-light-blue ez-toc-container-direction\">\n<div class=\"ez-toc-title-container\">\n<p class=\"ez-toc-title\" style=\"cursor:inherit\">Inhaltsverzeichnis<\/p>\n<span class=\"ez-toc-title-toggle\"><a href=\"#\" class=\"ez-toc-pull-right ez-toc-btn ez-toc-btn-xs ez-toc-btn-default ez-toc-toggle\" aria-label=\"Toggle Table of Content\"><span class=\"ez-toc-js-icon-con\"><span class=\"\"><span class=\"eztoc-hide\" style=\"display:none;\">Toggle<\/span><span class=\"ez-toc-icon-toggle-span\"><svg style=\"fill: #999;color:#999\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" class=\"list-377408\" width=\"20px\" height=\"20px\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\"><path d=\"M6 6H4v2h2V6zm14 0H8v2h12V6zM4 11h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2zM4 16h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2z\" fill=\"currentColor\"><\/path><\/svg><svg style=\"fill: #999;color:#999\" class=\"arrow-unsorted-368013\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"10px\" height=\"10px\" viewBox=\"0 0 24 24\" version=\"1.2\" baseProfile=\"tiny\"><path d=\"M18.2 9.3l-6.2-6.3-6.2 6.3c-.2.2-.3.4-.3.7s.1.5.3.7c.2.2.4.3.7.3h11c.3 0 .5-.1.7-.3.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7zM5.8 14.7l6.2 6.3 6.2-6.3c.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7c-.2-.2-.4-.3-.7-.3h-11c-.3 0-.5.1-.7.3-.2.2-.3.5-.3.7s.1.5.3.7z\"\/><\/svg><\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/div>\n<nav><ul class='ez-toc-list ez-toc-list-level-1 eztoc-toggle-hide-by-default' ><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-1\" href=\"https:\/\/anthroposophie.online\/WP\/blog\/erstes-kolloquium-zur-uebersinnlichen-wahrnehmung-im-zweig-am-goetheanum\/#Viel_Zuspruch\" >Viel Zuspruch<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-2\" href=\"https:\/\/anthroposophie.online\/WP\/blog\/erstes-kolloquium-zur-uebersinnlichen-wahrnehmung-im-zweig-am-goetheanum\/#Biografischer_Hintergrund\" >Biografischer Hintergrund<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-3\" href=\"https:\/\/anthroposophie.online\/WP\/blog\/erstes-kolloquium-zur-uebersinnlichen-wahrnehmung-im-zweig-am-goetheanum\/#In_Reichweite_von_allen\" >In Reichweite von allen<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-4\" href=\"https:\/\/anthroposophie.online\/WP\/blog\/erstes-kolloquium-zur-uebersinnlichen-wahrnehmung-im-zweig-am-goetheanum\/#Praktische_Uebungen\" >Praktische \u00dcbungen<\/a><\/li><\/ul><\/nav><\/div>\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Viel_Zuspruch\"><\/span>Viel Zuspruch<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n\n\n\n<p>Das Kolloquium fand viel Zuspruch: Es sollte urspr\u00fcnglich in der Halde stattfinden, dort w\u00e4re es aber f\u00fcr die 180 Teilnehmenden zu klein gewesen. Zum Gl\u00fcck war ein Wechsel in die gr\u00f6\u00dfere Schreinerei m\u00f6glich. Die Teilnehmenden kamen etwa zur H\u00e4lfte aus der n\u00e4heren Umgebung des Goetheanum, die andere H\u00e4lfte war oftmals mehrere Stunden angereist. Viele brachten Vorkenntnisse zur \u00fcbersinnlichen Wahrnehmung mit, sodass die Workshops auf hohem Niveau stattfinden konnten. Es ging um Fragen wie:<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 Wie entsteht eine \u00fcbersinnliche Wahrnehmung?<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 Welche Rolle spielt die Individualit\u00e4t beim Wahrnehmen im \u00dcbersinnlichen?<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 Wo liegen Quellen des Irrtums?<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 Wie sieht eine wissenschaftlich begr\u00fcndete \u00fcbersinnliche Forschung aus?<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 L\u00e4sst sich eine Sprache finden, die einen Austausch eigener Erfahrungen so erm\u00f6glicht, dass Zuh\u00f6rende in die Lage versetzt werden k\u00f6nnen, das Erz\u00e4hlte nachzuerleben?<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Fragen bed\u00fcrfen dauerhafter Bearbeitung. Deshalb ist zu hoffen, dass es ein \u2039Zweites Kolloquium\u203a geben wird, zumal die Stimmung sehr offen, menschlich und erfrischend war. Essay zur \u00fcbersinnlichen Wahrnehmung<\/p>\n\n\n\n<p>In meinem Essay \u2039<a href=\"https:\/\/anthroposophie.online\/WP\/blog\/wahrheit-in-der-geistesforschung-und-der-uebersinnlichen-wahrnehmung\/\" data-type=\"post\" data-id=\"1481\">Wahrheit in der Geistesforschung und der \u00fcbersinnlichen Wahrnehmung<\/a>\u203a, den ich anl\u00e4sslich des Kolloquiums verfasste, gehe ich ein auf die Fragestellungen \u2039Was ist Geistesforschung und \u00fcbersinnliche Wahrnehmung?\u203a, \u2039Was sind Quellen des Irrtums?\u203a und \u203919 Kriterien zur Beurteilung geistiger Forschung.\u203a | Thomas Mayer, Kempten (DE)<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Bericht von Don Vollen<\/h1>\n\n\n\n<p>Der Zweigvorstand verwirklichte einen in der Anthroposophischen Gesellschaft \u00fcberf\u00e4lligen Impuls, das Ph\u00e4nomen \u00fcbersinnliche Erfahrung weder zu isolieren noch zu verschweigen, sondern ihm am Podium das Wort zu \u00fcbergeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Einstimmung wurde eine \u00dcbung in gemeinsamer Stille vorgestellt und durchgef\u00fchrt. \u00dcbereinstimmend zeigten die Wortmeldungen aus dem Publikum, eine solche verinnerlichte Besinnung kann in einem geschlossenen Raum unmittelbare und nachvollziehbare Wirkungen erzeugen. Fast wie abgesprochen bestiegen die Teilnehmenden das Podium in lockerer Alltagsbekleidung \u2013 sie betonten damit: Wir sind Praktiker und sprechen aus der Werkstatt, hier wird gearbeitet und nicht pr\u00e4sentiert. Sie kennen einander und stehen regelm\u00e4\u00dfig in gegenseitigem Kontakt. Sie sprechen miteinander \u00fcber ihre Ergebnisse und vergleichen die Resultate. Es herrscht unter ihnen Akzeptanz und Respekt, auch dann, wenn die Mitteilungen nicht \u00fcbereinstimmend sind.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Biografischer_Hintergrund\"><\/span>Biografischer Hintergrund<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n\n\n\n<p>Auch der biografische Verlauf dieser sechs Menschen zeigte Kongruenzen. Der Quellpunkt der Hellsichtigkeit urst\u00e4ndete in der Vergangenheit, oftmals durch eine Erfahrung, deren St\u00e4rke \u00fcberragend war und in dieser Intensit\u00e4t sich nicht wiederholte. Sie gab jedoch Anlass, die Selbstentwicklung, die aus Richtlinien von Rudolf Steiner stammt, konsequent weiter zu verfolgen. Die Sensibilisierung f\u00fcr Grenzph\u00e4nomene bei Kindern und Jugendlichen, die in einer Musiker\u00ad oder K\u00fcnstlerfamilie aufwachsen, war vorhanden, aber nicht nur. Pr\u00e4gnant waren die Erz\u00e4hlungen der Eingeladenen, die bis zum Einbruch der Hellsichtigkeit eine rein materialistische Weltanschauung in sich trugen. Das Periodensystem und molekulare Bindungen, die die Welt zusammenhalten, waren der Inhalt ihres Alltags. Ein eindringendes parasinnliches Erleben \u00e4nderte alles und f\u00fchrte zum Schulungsweg.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"In_Reichweite_von_allen\"><\/span>In Reichweite von allen<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n\n\n\n<p>Zu den von Rudolf Steiner meist gelesenen S\u00e4tzen geh\u00f6rt dieser: \u00abEs schlummern in jeden Menschen F\u00e4higkeiten, durch die er sich Erkenntnisse \u00fcber h\u00f6here Welten erwerben kann.\u00bb (ga 10, 2018, Seite 16) Die Referentinnen und Referenten wiederholten am Podium: Erfahrungen sind f\u00fcr alle zug\u00e4nglich, sofern die Aufmerksamkeit daf\u00fcr geschult wird. Hierin liegt aber wohl die un\u00fcbersehbare Polemik, die vielleicht erst an einem Folgekolloquium besprochen wird. Der erste Satz aus Rudolf Steiners \u2039Wie erlangt man Erkenntnisse der h\u00f6heren Welten?\u203a f\u00fchrt zu einem Schwellenerlebnis und einer Begegnung mit dem H\u00fcter der Schwelle. Vielleicht mit Ausnahme einer Zul\u00e4ssigkeit, zu Verstorbenen zu sprechen, zu lesen und sie gedanklich zu begleiten, ist von Rudolf Steiner selten ein sanfter Weg, der zu einem Schauen von Elementarwesen, der \u00e4therischen Welt, von aurischen Erscheinungen an Menschen und Natur f\u00fchrt, skizziert. Andeutungen davon m\u00f6gen im Vortragswerk vorhanden sein, diese fehlen jedoch in seinen zu Lebzeiten ver\u00f6ffentlichten Werken und in den vier Mysteriendramen. So bleiben die ermutigenden Voten vom Podium durchaus erfrischend wie potent, aber ihr Wahrheitsgehalt f\u00fcr jeden Menschen noch verborgen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Praktische_Uebungen\"><\/span>Praktische \u00dcbungen<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n\n\n\n<p>In den Gruppen mit je rund 30 Teilnehmenden trat die Werkstatt nochmals deutlich in den Vordergrund: Es wurde weder diskutiert noch theoretisiert, sondern praktiziert. Erfahrungen wurden im Anschluss ausgetauscht. Ein schriftlicher R\u00fcckblick kann den intimen Ergebnisse und Wortmeldungen nicht geb\u00fchrend Rechnung tragen und dennoch \u2013 ob es sich um ein Heranholen von Verstorbenen oder von positiven und negativen Energien, die wir in Fremdobjekte schicken, um diese wiederum in denselben Objekten zu erkennen, handelt \u2013 ist die \u00fcberwiegende \u00dcbereinstimmung, dass die Ph\u00e4nomene wirksam im Raume sind, un\u00fcberh\u00f6rbar. Die sch\u00fcchterne, aber allzu bedeutende Wortmeldung einer Teilnehmerin, die nicht mit Sicherheit unterscheiden konnte, was nun aus der Erinnerung steigt und was tats\u00e4chlich \u00fcbersinnliche Erfahrung ist, blieb unbeantwortet.<\/p>\n\n\n\n<p>Umstritten war immer, ob die Mitteilungen \u00fcber \u00fcbersinnliche Erfahrungen einen Platz neben dem Werk von Rudolf Steiner haben. Der Vorstand des Goetheanum\u00adZweiges hat nun dieses Eis gebrochen. Kontrovers bleibt die Thematik jedoch. | Don Vollen, Dornach (CH)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ersterschienen in Anthroposophie weltweit Nr 12\/24 S. 6f Bericht Thomas Meyer Am 2. November 2024 fand in der Schreinerei im Goetheanum das \u2039Erste Kolloquium zur \u00fcbersinnlichen Wahrnehmung\u203a statt. Zum ganzt\u00e4gigen Kolloquium hatte der Zweig am Goetheanum eingeladen. 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