{"id":432,"date":"2023-12-11T18:01:31","date_gmt":"2023-12-11T17:01:31","guid":{"rendered":"https:\/\/anthroposophie.online\/WP\/?p=432"},"modified":"2024-02-17T10:33:29","modified_gmt":"2024-02-17T09:33:29","slug":"kulmination-wagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/anthroposophie.online\/WP\/blog\/kulmination-wagen\/","title":{"rendered":"Kulmination wagen"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-post-author\"><div class=\"wp-block-post-author__content\"><p class=\"wp-block-post-author__name\"><a href=\"https:\/\/anthroposophie.online\/WP\/blog\/author\/klaus-j-bracker\/\" target=\"_self\">Klaus J. Bracker<\/a><\/p><\/div><\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\"><strong>Eine Replik auf Frank Lindes Leserzuschrift<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Diese Replik \u2013 in Beantwortung der ausf\u00fchrlichen \u00dcberlegungen Frank Lindes zu meinem zweiteiligen Aufsatz \u00fcber das Ernstnehmen der Tradition \u2013 soll knapper gehalten bleiben als jene. Das ber\u00fchrt einen Punkt, den Linde methodisch befragt: Denn ich hielt mich mit den beiden Teilen des Aufsatzes in etwa an die Vorgaben der Redaktion des \u201eKorrespondenzblattes\u201c, dass ein Beitrag in einer Ausgabe desselben den Umfang von 4 Druckseiten im Heft m\u00f6glichst nicht \u00fcberschreiten sollte. Dies f\u00fchrte zu meinem eher exemplarischen Vorgehen \u2013 unter Verzicht darauf, ganze Vortr\u00e4ge Rudolf Steiners zu referieren. Den einzigen methodischen Mangel meiner Ausf\u00fchrungen sehe ich darin, auf diesen Umstand nicht explizit hingewiesen zu haben. In denselben Kontext geh\u00f6rt, dass die Betitelung der beiden Teile meines Aufsatzes nicht nur ein Steiner-Zitat darstellt, sondern, was Linde unerw\u00e4hnt l\u00e4sst, bewusst Bezug nimmt auf die fr\u00fchere Verwendung eben dieses Zitats in den Beitr\u00e4gen G\u00fcnter R\u00f6scherts \u2013 im Dialog mit Wolfgang G\u00e4deke \u2013 in den Ausgaben 1-3 des \u201eKorrespondenzblattes\u201c, unter der \u00dcberschrift \u201eDreieinigkeit Gottes\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Linde m\u00f6chte \u2013 bez\u00fcglich des Begriffs \u201eTradition\u201c \u2013 Steiners Verwendung derselben Vokabel, im Vortrag vom 20. Mai 1923, eingrenzen auf die \u00dcberlieferung zweier Evangelienstellen (Mt 28,20 und Joh 16,12), weil in dem genannten Vortrag insbesondere diese zwei Stellen angef\u00fchrt werden. Deren letzte lautet: \u201eIch habe euch noch viel zu sagen; aber ihr k\u00f6nnt es jetzt nicht ertragen.\u201c \u2013 Steiner will hier darauf hinweisen, dass im Anschluss an die prim\u00e4re Offenbarung, die in den Evangelien vorliegt, weitere Offenbarungen (im weitesten Sinne) m\u00f6glich sein werden, n\u00e4mlich dann, wenn die Sch\u00fcler Christi es doch werden ertragen k\u00f6nnen. Nun denken hier nicht nur Anthroposophen an die fortgesetzte Offenbarung (im weitesten Sinne), die die Anthroposophie bringt. Sondern die Christenheit hat schon viel fr\u00fcher dieselbe Idee zugrunde gelegt, als sich dasjenige ausbildete, was unter \u201eTradition\u201c verstanden wird. Denn seit eh und je unterscheidet die christliche Theologie zwei Quellen des Glaubens: Schrift \u2013 also vorrangig die Evangelien \u2013 und Tradition.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Wollte man Linde folgen, hie\u00dfe das, Rudolf Steiner zu unterstellen, dass ihm diese Unterscheidung nicht gel\u00e4ufig gewesen w\u00e4re. Nein, von den beiden Stellen bei Matth\u00e4us und Johannes ausgehend, werden wir darauf hingewiesen, dass die zweite genannte Quelle auch sp\u00e4ter fortgesetzt flie\u00dfen wird \u2013 nach Abschluss der Ausbildung des Kanons (insbesondere: der Kanonisierung der vier Evangelien). Und zwar in der Tradition, die deswegen eben ernst genommen werden soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Rudolf Steiner selbst hat die spirituellen Verh\u00e4ltnisse beschrieben, die u.a. zur Ausbildung der Tradition einst hatten f\u00fchren k\u00f6nnen. Er sprach dar\u00fcber in dem Vortrag \u201eWie finde ich den Christus?\u201c.<a href=\"#sdfootnote1sym\" id=\"sdfootnote1anc\"><sup>1<\/sup><\/a> Hier erfahren wir, dass die J\u00fcnger und Apostel um die Zeit des Mysteriums von Golgatha dessen Tiefe nur ahnend verstehen konnten. Bei Abfassung der Evangelium spielte altes Hellsehen eine Rolle, unter R\u00fcckgriff auf damals vorhandene Mysterienb\u00fccher. Gerade durch ihre Liebe zu dem Christus Jesus jedoch entwickelten sie sich nachtodlich weiter. Sie wurden in der Geistwelt belehrt und kamen so dahin, aus ihren menschlichen Kr\u00e4ften das Mysterium von Golgatha viel tiefer zu begreifen. Als Geistseelen waren sie jetzt so weit, dass sie aus dem nachtodlichen Sein heraus die Erdenmenschen der ersten christlichen Jahrhunderte inspirieren konnten: \u201eUnd dann inspirierten sie von der geistigen Welt aus diejenigen Menschen, die hier unten auf der Erde waren.\u201c<a href=\"#sdfootnote2sym\" id=\"sdfootnote2anc\"><sup>2<\/sup><\/a> Zu denen, welche solche Inspirationen aufnahmen, die es erm\u00f6glichten, das Verst\u00e4ndnis des Mysteriums von Golgatha voranzubringen, z\u00e4hlt Steiner just auch die Kirchenv\u00e4ter, deren Arbeiten u.a. in die Formulierung der Dogmen mit einflossen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Es zeigt sich: Von Rudolf Steiner her gibt es keinen Anlass, das, was die Christenheit unter \u201eTradition\u201c versteht, gering zu sch\u00e4tzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Hierher geh\u00f6rt auch, dass Linde meine Ausf\u00fchrungen zu dem Liestal-Vortrag von 1916 \u2013 \u00fcber die grundlegende Unterscheidung von geoffenbarten Glaubenswahrheiten und den so genannten Praeambula fidei g\u00e4nzlich ausgeblendet hat.<a href=\"#sdfootnote3sym\" id=\"sdfootnote3anc\"><sup>3<\/sup><\/a> \u2013 Ist diese Unterscheidung, mit der Steiner sich an Thomas von Aquin anschlie\u00dft, demjenigen, der eine m\u00f6glichst homogene und konsistente Anthroposophie beschreiben m\u00f6chte, zu unbequem? Das zu grundlegenden Untersuchungen Auffordernde dieses Vortrages liegt ja auch darin, dass darin entgegen mancher Gewohnheit Anthroposophie \u2013 als die Ergebnisse von Steiners geisteswissenschaftlicher Forschung \u2013 gerade nicht der Ordnung der geoffenbarten Wahrheiten zugerechnet wird, sondern derjenigen der Praeambula fidei, also dem Bereich der dem Menschen m\u00f6glichen Vernunfterkenntnisse. Hier sieht sich Steiner entschieden in \u00dcbereinstimmung mit Thomas. Das aber bedeutet zugleich die Aufgabe, ganz neu \u00fcber das Verh\u00e4ltnis der Anthroposophie sowohl zu den geoffenbarten Wahrheiten als auch zur Tradition nachzudenken. Und es vertr\u00e4gt sich nicht mit dem Ideal einer m\u00f6glichst schon auf den ersten Blick konsistenten, in ihren Ergebnissen in sich geschlossenen Anthroposophie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Rudolf Steiners Forderung, die Dogmen im anthroposophischen Sinne richtig zu verstehen, setzt daher zumindest voraus, sich ebenso unbefangen wie detailliert mit ihnen zu befassen. Dazu konnte ich bei Linde keinen Ansatz ausmachen, auch da nicht, wo er unter der \u00dcberschrift \u201eDie Dogmen sind schon wahr\u201c hervorhebt, dass die Dogmen nicht so zu nehmen sind, wie sie \u00fcberliefert wurden, und stattdessen auf die \u201eErkenntnism\u00f6glichkeiten der modernen Geistesforschung der Anthroposophie\u201c verweist. Soll man sich aber, im Umkehrschluss gefragt, diese Erkenntnism\u00f6glichkeiten \u2013 ihm zufolge \u2013 so vorstellen, dass die Dogmen selbst und ihre Entstehung also gar nicht mehr in Augenschein genommen zu werden brauchen? Auch, wenn es sich bei Linde so anh\u00f6rt, in Steiners Intention hat das wohl kaum gelegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Wo es unter \u201e\u2026 den Sohn zur Erde sendet\u201c um den Weihnachtsspruch von 1914 geht, betont Linde, dass es in dem dazu geh\u00f6rigen Vortrag vom 26. Dezember um ein \u201ekosmisch-irdisches Ereignis\u201c gehe, und, dass dort von der \u201eGeburt in Bethlehem\u201c nirgends die Rede sei. Damit blendet er aus, wie Steiner selbst diesen Spruch einleitet, n\u00e4mlich mit den Worten: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-medium-font-size\">\u201eDarum wurde versucht, im Grunde genommen die ganze anthroposophische Weisheit von dem Christus-Ereignis, namentlich von der Weihenacht und ihrer Verbindung mit dem menschlichen Gem\u00fct, in einfache Worte zu fassen, die Ihnen auch hier vorgef\u00fchrt worden sind.\u201c<\/p>\n<cite><a id=\"sdfootnote4anc\" href=\"#sdfootnote4sym\"><sup>4<\/sup><\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Was aber verstehen wir unter der \u201eWeihenacht\u201c, wenn nicht das Geschehen um die Geburt in Bethlehem? \u2013 Ebenso m\u00f6chte Linde nicht darauf eingehen, dass ich schon im 1. Teil meines Aufsatzes ausgef\u00fchrt hatte, dass in Verbindung mit demselben Spruch die Rede ist von der \u201eg\u00f6ttlichen Offenbarung\u201c, von den Hirten und dem \u201eWeihnachtskind\u201c. Es sei hier verdeutlicht, dass in dem besagten Vortrag die \u201eg\u00f6ttliche Offenbarung\u201c w\u00f6rtlich belegt wird mit der Verk\u00fcndigung an die Hirten aus dem Lukas-Evangelium (Lk 2,14), die mit den Worten beginnt: \u201eG\u00f6ttliche Offenbarung in den H\u00f6hen [\u2026]\u201c.<a id=\"sdfootnote5anc\" href=\"#sdfootnote5sym\"><sup>5<\/sup><\/a> Und dass es da au\u00dferdem hei\u00dft, dass in Folge dieser Offenbarung die Hirten \u201e[\u2026] einstmals gestanden haben vor dem Christuskinde\u201c.<a id=\"sdfootnote6anc\" href=\"#sdfootnote6sym\"><sup>6<\/sup><\/a> \u2013 Dies zusammengenommen bedeutet doch, dass dasjenige, was Rudolf Steiner hier ausf\u00fchrt, einen Kontext bildet, in dem Bethlehem \u2013 und zwar in lukanischer Pr\u00e4gung \u2013 ganz im Zentrum steht. Und es ist dabei ausdr\u00fccklich von dem \u201eChristuskinde\u201c die Rede.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Steiners Hinweis auf die gro\u00dfe kosmische Vorgeschichte des Christus indessen, so etwa gem\u00e4\u00df den Mithras-Mysterien, muss man vollkommen gelten lassen. Er soll das Hinschauen auf das gerade geborene \u201eChristuskind\u201c erg\u00e4nzen. \u2013 Gerade so aber kann man auch den lukanischen, klar bethlehemitischen Bezug des Ganzen nicht verleugnen, ganz gleich, ob er expressis verbis angesprochen wird oder nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Hier ist hinzuzuf\u00fcgen, dass Linde, indem er bem\u00e4ngelt, dass ich von \u201eBethlehem\u201c spreche, w\u00e4hrend in dem Vortrag vom 26. Dezember 1914 \u201eBethlehem\u201c gar nicht erw\u00e4hnt wird, eines unter Beweis stellt: Dass er in diesem Falle nicht kontextuell und \u00fcber den Wortlaut hinausgehend gelesen hat. \u2013 Dies mag wiederum zusammenh\u00e4ngen mit einem Bed\u00fcrfnis, das ich meine, an ihm wahrzunehmen: die Geisteswissenschaft als ein \u00fcberall homogenes Kontinuum zu schildern. Mein Eindruck ist, dass er diesem Bed\u00fcrfnis diejenigen Stellen im Werk Steiners zu opfern bereit ist, die sich in solche ersehnte Homogenit\u00e4t im ersten Anlauf nicht einf\u00fcgen lassen. Mein Ansatz ist demgegen\u00fcber, gerade die diskontinuierlichen Stellen hervorzuheben, die ein standardm\u00e4\u00dfiges Verst\u00e4ndnis der Anthroposophie zu erschweren scheinen, in Wirklichkeit aber geeignet sind, ihren Sch\u00fcler nach neuen Verstehenshorizonten Ausschau halten zu lassen. Diese Differenz zu ihm w\u00fcrde Lindes umfangreichen Protest im Ansatz vielleicht erkl\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Dasselbe wird auch deutlich an der Art, wie er umgeht mit Friedrich Rittelmeyer und dessen Auskunft \u00fcber die von Rudolf Steiner getroffene Unterscheidung zwischen der kosmischen Christus-Wesenheit und dem Logos, dem Sohn. Diese Auskunft bedroht die erhoffte Homogenit\u00e4t und wom\u00f6glich deswegen wird mit einem Federstrich die Glaubw\u00fcrdigkeit Rittelmeyers und seiner Wiedergabe der Worte Steiners hinterfragt. Sei das betreffende Gespr\u00e4ch doch nicht \u00f6ffentlich gewesen und lie\u00dfe es sich auch nicht verifizieren. Andernorts wird von Linde die Berufsstenographin Helene Finckh implizit als \u00fcber alle Zweifel erhaben hingestellt. Sie kann nicht auch einmal etwas fehlerhaft wiedergegeben haben? Und der, dem Rudolf Steiner die Leitung der Christengemeinschaft zugesprochen hatte, sei weniger vertrauensw\u00fcrdig als sie? \u2013 Linde spricht von der \u201e\u00dcberf\u00fclle der anderslautenden Darstellungen\u201c bei Rudolf Steiner. Das l\u00e4sst mich an die Art und Weise statistischer Erkenntnisgewinnung denken. Aussagen mit hohen Trefferquoten verhei\u00dfen Wahrheit \u2013 besser: Richtigkeit \u2013 und solche mit besonders niedrigen Quoten das Gegenteil. Nochmals, mein Ansatz ist ein diametral anderer: Die Einzelausk\u00fcnfte, die dem gewohnten Muster zuwiderlaufen, haben f\u00fcr mich das Potenzial, gleichsam einen T\u00fcrspalt zu \u00f6ffnen, durch den zu schauen, neue, ungewohnte Perspektiven er\u00f6ffnen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Um aber Rittelmeyer in Schutz zu nehmen und seine Auskunft zu st\u00e4rken, ist es gut sich zu erinnern, dass die Unterscheidung des Logos von dem Christus geradezu eine michaelische Aufgabe darstellt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-medium-font-size\"> \u201eDenn Michael verstehen, hei\u00dft heute den Weg finden zu dem Logos, den Christus unter Menschen auf der Erde lebt.\u201c<\/p>\n<cite><a id=\"sdfootnote7anc\" href=\"#sdfootnote7sym\"><sup>7<\/sup><\/a> <\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Und zu der Unterscheidung des Sohnes von dem Christus f\u00fchrt Rudolf Steiner im Zugehen auf Weihnachten, am 23. Dezember 1920 aus:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-medium-font-size\">\u201eZu den Vaterprinzipien des Weltenalls steht in Beziehung der Christus Jesus: dies vergegenw\u00e4rtigt uns das Weihnachtsfest. Zu dem, was man gewohnt worden ist das Sohnesprinzip zu nennen, steht der Christus Jesus in Beziehung: das vergegenw\u00e4rtigt uns das Ostermysterium. Zu demjenigen, was die Welt durchwallt und durchwebt als Geist, steht der Christus in der Art in Beziehung, wie es uns das Pfingstmysterium vergegenw\u00e4rtigt.\u201c<\/p>\n<cite><a href=\"#sdfootnote8sym\"><sup>8<\/sup><\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Unter der \u00dcberschrift \u201eErdengeburt\u201c hei\u00dft es, ich h\u00e4tte die Rittelmeyer gegen\u00fcber aufgezeigte Unterscheidung im Zuge meiner Aussagen zu dem Vortrag vom 13. April 1922 \u201enicht durchzuhalten\u201c vermocht. Dies wird aber wohl nur derjenige so sehen wie Linde, der nicht mitvollzieht, dass ich selbstverst\u00e4ndlich implizit differenziert habe zwischen dem in Bethlehem zur Geburt kommenden Sohn und der kosmischen Christus-Wesenheit. Denn die Sicht der kosmischen Wesenheiten auf Den, der da zur Geburt innerhalb der Erdenwelt herabstieg, war fraglos vorrangig die auf den kosmischen Sonnengeist Christus, der seinerseits der kosmische Tr\u00e4ger des Sohnes war. Wir als Erdenmenschen werden hingegen insbesondere ber\u00fchrt von eben der bethlehemitischen Geburt des Sohnes \u2013 im Sinne der obigen Darlegungen: des \u201eChristuskindes\u201c. Das hier vorliegende terminologische Problem ist meiner Ansicht nach just dadurch zu erkl\u00e4ren, dass Rudolf Steiner selbst jene Unterscheidung, die er im Gespr\u00e4ch mit Rittelmeyer vorgenommen hatte, nicht immer gleicherma\u00dfen vor Augen hatte. \u2013 Insgesamt hat sich Steiner gewiss viel ausf\u00fchrlicher \u00fcber die kosmische Wesenheit des Sonnengeistes ge\u00e4u\u00dfert als \u00fcber den Sohn. Und wom\u00f6glich waren auch die anderen kosmischen Wesenheiten gerade seiner, des Sonnengeistes, ansichtig. \u201eErdengeburt\u201c und \u201eMenschengeburt\u201c deuten jedoch auf so eindeutige Aussagen, dass sie in ihrem Zusammenklang auf die Jordantaufe oder gar auf das Ereignis von Golgatha nur angewendet werden k\u00f6nnen, wenn man ihren Sinn verdreht. Ich denke, Steiner hat tats\u00e4chlich Erdengeburt und Menschengeburt gemeint \u2013 und die Worte nicht blo\u00df gesagt. Die Erdengeburt als wirkliche Menschengeburt hat eben in Jesus der Sohn durchgemacht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Es sei angef\u00fcgt, dass Rudolf Steiner sehr wohl und zudem \u00fcberaus klar angegeben hat, welchen hierarchischen Rang der Sonnengeist Christus einnimmt. Zugegebenerma\u00dfen erfolgte dies noch vor Begr\u00fcndung der Anthroposophischen Gesellschaft, Ende 1912.<a id=\"sdfootnote9anc\" href=\"#sdfootnote9sym\"><sup>9<\/sup><\/a> Daf\u00fcr geschah es umso eindeutiger. Am 12. Juni 1912 sprach Steiner \u00fcber die <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-medium-font-size\">\u201e[\u2026] Gestalt des Christus in der alten Sonnenzeit, der sozusagen der Herrscher des Sonnenplaneten ist, ein Bild vollster Hingabe an dasjenige, was ringsherum sonst in der Welt ist.&#8220;<\/p>\n<cite> <a id=\"sdfootnote10anc\" href=\"#sdfootnote10sym\"><sup>10<\/sup><\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Er ist der f\u00fchrende der Sonnengeister der Weisheit, der Kyriotetes. Durch seine gro\u00dfe Hingabe wird er geeignet, das w\u00e4hrend der Zeit der Alten Sonne aus zw\u00f6lf Richtungen einstrahlende Weltenwort aufzunehmen, ein Vorgang, der nahelegt zu denken, dass sich damit zugleich der Logos als die zweite Person Gottes mit dieser kosmischen Wesenheit verband. \u2013 In dieser Verbindung stieg sp\u00e4ter dieselbe kosmische Wesenheit herab, u.a. durch die Sph\u00e4re der Exousiai, auf die ich mich in meinem zweiteiligen Aufsatz ja ebenfalls bezogen hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Hierher geh\u00f6rt auch das, was es zur Kenosis zu verdeutlichen gilt. Ich schlie\u00dfe mich Linde an, der einen der Kenosis verwandten Vorgang auch f\u00fcr den Christus Jesus nachzeichnet, gem\u00e4\u00df den Vortr\u00e4gen Rudolf Steiners \u00fcber das \u201eF\u00fcnfte Evangelium\u201c. Das auf die Jordantaufe folgende allm\u00e4hliche Immer-mehr-Mensch-Werden, das Steiner da anf\u00fchrt, bezieht sich ganz gewiss auf den kosmischen Christus-Geist. Dies ist aber nicht dasjenige, was Paulus im Philipper-Brief meint und worauf ich mich in meiner Antwort an Wolfgang G\u00e4deke bezog: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-medium-font-size\">\u201eEr, der in Gottgestalt war, erachtete das Gottgleichsein nicht als Beutest\u00fcck; sondern er ent\u00e4u\u00dferte sich selbst, nahm Knechtsgestalt an und ward dem Menschen gleich.\u201c<\/p>\n<cite> (Phil 2,7)<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Linde \u00fcbersetzt \u201enahm Knechtsgestalt an\u201c mit: \u201ewurde wie ein Sklave\u201c. Doch hei\u00dft es in den verschiedenen \u00dcbersetzungen von \u201e\u03bc\u03bf\u03c1\u03c6\u1f74\u03bd \u03b4\u03bf\u03cd\u03bb\u03bf\u03c5 \u03bb\u03b1\u03b2\u03ce\u03bd; morphen doulou labon\u201c fast einhellig: \u201enahm Knechtsgestalt an\u201c (\u03bb\u03b1\u03b2\u03ce\u03bd von \u03bb\u03b1\u03bc\u03b2\u03ac\u03bd\u03c9, lambano = empfangen, nehmen, annehmen). Solches Annehmen einer Gestalt ist aber als ein einmaliger Akt und nicht als ein sukzessives Geschehen zu verstehen und wird ganz allgemein auf den Akt der Menschwerdung bezogen. Eben dieser Akt erfolgte im Stall von Bethlehem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Zahlreiche Stellen im Werk Rudolf Steiners, die Linde heranzieht und die von Christus, dem Sohn, sprechen, handeln im Wesentlichen entweder von der Zeit der kosmischen Vorexistenz oder von der Zeit seit der Jordan-Taufe. Hier haben wir zweifellos von einem innigsten Miteinander-Verbundensein der zweiten Person Gottes und der kosmischen Christus-Wesenheit auszugehen. Es geht in der Blickrichtung meines zweiteiligen Aufsatzes allerdings darum, die Beiden ihrer urspr\u00fcnglichen, unterschiedlichen Herkunft nach differenziert zu verstehen: als wahrhaft g\u00f6ttlich auf der einen, als gesch\u00f6pflich \u2013 d.h. als ein Gesch\u00f6pf, und sei es auch ein sehr hoch stehendes kosmisches Gesch\u00f6pf \u2013 auf der anderen Seite.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">F\u00fcr mein Verst\u00e4ndnis verm\u00f6gen diese vielen Stellen aber eines nicht: die Wertigkeit der wenigen anderen Stellen herabzumindern, die dem blo\u00df scheinbar notwendigen Desiderat einer durchg\u00e4ngigen Konsistenz und Kontinuit\u00e4t, \u00fcberall und sogleich auf den ersten Blick sich erschlie\u00dfend, entgegenstehen. \u2013 Eine neue Stufe von Homogenit\u00e4t und Konsistenz kann sich vielmehr demjenigen ergeben, der bereit ist, einen \u201eRudolf Steiner in Bewegung\u201c zu denken, ihn prozess- und weniger ergebnisorientiert zu denken, einen Rudolf Steiner, der nicht ein geschlossenes System, sondern einen auf die Zukunft hin offenen Organismus h\u00f6herer Erkenntnis verk\u00f6rpert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Diese Prozessorientiertheit in dem, was er verk\u00f6rpert, findet sich auch bei Steiner selbst thematisiert \u2013 in einem nicht unbedeutenden Zusammenhang, n\u00e4mlich da, wo es um die Zukunft der anthroposophischen Bewegung geht. Gemeint ist die Michael-Prophetie. Am 28. Juli 1924 f\u00fchrt er aus, dass von all denen, die im 15. Jahrhundert im Geistbereich durch Michael belehrt und zu Beginn des 19. Jahrhundert \u2013 ebenfalls im Geistbereich \u2013 Zeugen dementsprechender kosmischer Imaginationen wurden, zun\u00e4chst nur eine erste Gruppe in die Erdenwelt eintrat: vor allem aristotelisch gestimmte Seelen, die bei der Begr\u00fcndung und ersten Ausarbeitung der Anthroposophie durch den Geisteslehrer dabei waren. Weiter hei\u00dft es, dass diese eine k\u00fcnftige Gemeinsamkeit vorzubereiten hatten \u2013 Gemeinsamkeit mit der anderen gro\u00dfen Gruppe, jener der \u00fcberwiegend platonisch gestimmten Seelen. Denn gegen Ende des 20. Jahrhunderts sollten diese sich ebenfalls verk\u00f6rpern, sollten au\u00dferdem auch die Seelen der ersten Gruppe sich erneut inkarnieren. Durch beider Gruppen Gemeinsamkeit sollte verwirklicht werden <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-medium-font-size\">\u201e[\u2026] die v\u00f6llige Offenbarung dessen, was \u00fcbersinnlich durch die genannten Str\u00f6mungen vorbereitet worden ist.\u201c<\/p>\n<cite><a id=\"sdfootnote11anc\" href=\"#sdfootnote11sym\"><sup>11<\/sup><\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Was hei\u00dft das f\u00fcr die in dieser Replik bewegten Fragen? Es ist ein klarer Erweis der Nicht-Abgeschlossenheit der Anthroposophie. Das Gesamt dessen, was bis 1925 verwirklicht wurde, stellt unter dem obigen Gesichtswinkel \u2013 ebenso wie das andere, was zum Teil gleichzeitig im \u00dcbersinnlichen vorbereitet wurde \u2013 tats\u00e4chlich eine Vorbereitung dar. Das besagen die zitierten Worte. Die angef\u00fchrte \u201ev\u00f6llige Offenbarung\u201c bedeutet, dass dasjenige, was dann in Gemeinsamkeit der karmischen Gruppen verwirklicht werden wird, \u00fcber dasjenige, was auf dem physischen Plan bereits seit 1925 vorliegt, gewiss hinausgehen wird. Darin liegt die in der Michael-Prophetie gemeinte Kulmination der anthroposophischen Bewegung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">N.B.: Als prozessorientiert verstehen sich auch mein zweiteiliger Beitrag f\u00fcr das \u201eKorrespondenzblatt\u201c sowie diese Replik in Beantwortung der Einw\u00fcrfe Frank Lindes; d.h. als Versuche, einzelne Fragestellungen auszuleuchten, die sich aus der Arbeit mit dem Werk Rudolf Steiners ergeben und die m.E. noch intensiver als bisher geschehen diskutiert werden sollten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Appendix zu dieser Replik:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Frank Linde zitiert aus dem Credo der Christengemeinschaft \u2013 einem Bestandteil der kultischen Wortlaute der Menschenweihehandlung; u.a. diesen Satz:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-medium-font-size\">\u201eJesu Geburt auf Erden ist eine Wirkung des Heiligen Geistes, der, um die S\u00fcndenkrankheit an dem Leiblichen der Menschheit geistig zu heilen, den Sohn der Maria zur H\u00fclle des Christus bereitete.\u201c<\/p>\n<cite>aus der Menschweihehandlung<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Dies gilt es, genauer in den Blick zu nehmen. Denn, falls es sich bei der Geburt des Jesus, des Sohnes der Maria, um eine \u201eganz gew\u00f6hnliche Geburt\u201c eines Erdenmenschen handelte, m\u00fcsste man dann nicht fragen, ob also auch jede gew\u00f6hnliche Menschengeburt eine \u201eWirkung des Heiligen Geistes\u201c sein m\u00fcsste? Wenn solches Bewirken der Geburt seitens des Heiligen Geistes allerdings kein Alleinstellungsmerkmal f\u00fcr Jesus w\u00e4re, sondern ein f\u00fcr alle Menschen g\u00fcltiges Geschehen meinen sollte, dann m\u00fcsste man sich fragen, warum Rudolf Steiner diese Formulierung als eine besondere Charakterisierung Jesu hier verwendete. \u2013 Ich verstehe dieselbe Formulierung vielmehr in dem Sinne, dass sie etwas beschreibt, was einzig f\u00fcr Jesus gilt (f\u00fcr Leser mit anthroposophischem Hintergrund d\u00fcrfte hier auf der Hand liegen, dass es sich hier um den lukanischen Jesusknaben handelt).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Das Bewirken der Geburt Jesu \u2013 durch den Heiligen Geist \u2013 ist demgem\u00e4\u00df zu verstehen als sehr nahe stehend dem, was in den gro\u00dfen Konfessionen der Christenheit ebenfalls geglaubt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Auch im Nachstehenden geht es um die schon fr\u00fcher zitierten Worte Rudolf Steiners, gerichtet an Friedrich Rittelmeyer, nach denen wir zu unterscheiden haben zwischen Christus, dem H\u00f6chsten der Sonnen-Hierarchie, und der zweiten Person der Gottheit, dem Logos.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Aus der trinitarischen Eingangsepistel der Menschenweihehandlung:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-medium-font-size\">\u201eIm Erleben des Christus in unserer Menschheit erf\u00fchlen wir den G\u00f6ttlichen Sohn. Er waltet als das Geistwort durch die Welt. Er schafft in allem, was wir schaffen. Unser Wesen ist sein Schaffen. Unser Leben ist sein schaffendes Leben. Er schafft durch uns in allem seelischen Schaffen.\u201c<\/p>\n<cite>G. Dellbr\u00fcgger: Im Herzland. Zur Esoterik des christlichen Jahres. Stuttgart 2016. S. 236.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Wir erleben den Christus \u2013 und in diesem Erleben erf\u00fchlen wir den Sohn. Verweist uns dies nicht auf die in Rede stehende Differenzierung? \u2013 Eine m\u00f6gliche Antwort findet sich in dem zweiten Satz des Credos, in dem man derselben Differenzierung begegnet:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-medium-font-size\">\u201eChristus, durch den die Menschen die Wiederbelebung des ersterbenden Erdendaseins erlangen, ist zu diesem Gotteswesen wie der in Ewigkeit geborene Sohn.\u201c<\/p>\n<cite>https:\/\/www.christengemeinschaft.at\/de\/allgemein\/gottesdienst\/bekenntnis.html<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Christus ist also nicht identisch mit dem in Ewigkeit geborenen Sohn \u2013 er ist zu dem v\u00e4terlichen Gotteswesen wie der in Ewigkeit geborene Sohn. Das Wort \u201ewie\u201c jedoch ist das Wort einer Vergleichung. Christus und der Sohn werden miteinander verglichen. Dies ist nur m\u00f6glich, wenn sie zwei sind. Gewiss, zwei, von denen seit Urzeiten Einer dem Anderen aufs H\u00f6chste \u00e4hnlich wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">__________________________________________<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"> .<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"sdfootnote1sym\" href=\"#sdfootnote1anc\">1<\/a> R. Steiner: Wie finde ich den Christus? (Auszug aus GA 182). Dornach 1986. Vortrag, 16.10.1918.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote2anc\" id=\"sdfootnote2sym\">2<\/a> Ebd. S. 39.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote3anc\" id=\"sdfootnote3sym\">3<\/a> Vgl. R. Steiner: Philosophie und Anthroposophie. Gesammelte Aufs\u00e4tze 1904-1923 (GA 35)., insbesondere S. 260 (unten) ff.; vgl. auch \u201eKorrespondenzblatt\u201c (KB) Ausgabe 5, S. 5. Sowie KB Ausgabe 7, S. 6.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote4anc\" id=\"sdfootnote4sym\">4<\/a><sup><\/sup> R. Steiner: Okkultes Lesen, okkultes H\u00f6ren (GA 156). S. 187 f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote5anc\" id=\"sdfootnote5sym\">5<\/a> Ebd. S. 188.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote6anc\" id=\"sdfootnote6sym\">6<\/a> Ebd. S. 201.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote7anc\" id=\"sdfootnote7sym\">7<\/a> R. Steiner, Anthroposophische Leits\u00e4tze. Der Erkenntnisweg der Anthroposophie. Das Michael-Mysterium (GA 26). S. 97 f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote8anc\" id=\"sdfootnote8sym\">8<\/a> R. Steiner, Die Br\u00fccke zwischen der Weltgeistigkeit und dem Physischen des Menschen (GA 202). S. 214.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote9anc\" id=\"sdfootnote9sym\">9<\/a> Mir hat sich allerdings nicht erschlossen, was f\u00fcr ein Kriterium es in Lindes Perspektive darstellen soll, ob Steiner eine Aussage traf: vor oder nach Begr\u00fcndung der Anthroposophischen Gesellschaft.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote10anc\" id=\"sdfootnote10sym\">10<\/a> R. Steiner: Der Mensch im Lichte von Okkultismus, Theosophie und Philosophie (GA 137). S. 190<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote11anc\" id=\"sdfootnote11sym\">11<\/a> R. Steiner: Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenh\u00e4nge, Bd. III (GA 237). S. 118<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Replik auf Frank Lindes Leserzuschrift Diese Replik \u2013 in Beantwortung der ausf\u00fchrlichen \u00dcberlegungen Frank Lindes zu meinem zweiteiligen Aufsatz \u00fcber das Ernstnehmen der Tradition \u2013 soll knapper gehalten bleiben als jene. 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