{"id":554,"date":"2024-06-29T03:00:47","date_gmt":"2024-06-29T02:00:47","guid":{"rendered":"https:\/\/anthroposophie.online\/WP\/?p=554"},"modified":"2024-09-04T16:51:02","modified_gmt":"2024-09-04T15:51:02","slug":"das-dritte-auge-und-die-orientierung-im-uebersinnlichen-wahrnehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/anthroposophie.online\/WP\/blog\/das-dritte-auge-und-die-orientierung-im-uebersinnlichen-wahrnehmen\/","title":{"rendered":"Das dritte Auge und die Orientierung im \u00fcbersinnlichen Wahrnehmen"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-post-author\"><div class=\"wp-block-post-author__content\"><p class=\"wp-block-post-author__name\"><a href=\"https:\/\/anthroposophie.online\/WP\/blog\/author\/rontemp\/\" target=\"_self\">Ronald Templeton<\/a><\/p><\/div><\/div>\n\n\n<div id=\"ez-toc-container\" class=\"ez-toc-v2_0_83 ez-toc-wrap-left counter-hierarchy ez-toc-counter ez-toc-light-blue ez-toc-container-direction\">\n<div class=\"ez-toc-title-container\">\n<p class=\"ez-toc-title\" style=\"cursor:inherit\">Inhaltsverzeichnis<\/p>\n<span class=\"ez-toc-title-toggle\"><a href=\"#\" class=\"ez-toc-pull-right ez-toc-btn ez-toc-btn-xs ez-toc-btn-default ez-toc-toggle\" aria-label=\"Toggle Table of Content\"><span class=\"ez-toc-js-icon-con\"><span class=\"\"><span class=\"eztoc-hide\" style=\"display:none;\">Toggle<\/span><span class=\"ez-toc-icon-toggle-span\"><svg style=\"fill: #999;color:#999\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" class=\"list-377408\" width=\"20px\" height=\"20px\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\"><path d=\"M6 6H4v2h2V6zm14 0H8v2h12V6zM4 11h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2zM4 16h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2z\" fill=\"currentColor\"><\/path><\/svg><svg style=\"fill: #999;color:#999\" class=\"arrow-unsorted-368013\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"10px\" height=\"10px\" viewBox=\"0 0 24 24\" version=\"1.2\" baseProfile=\"tiny\"><path d=\"M18.2 9.3l-6.2-6.3-6.2 6.3c-.2.2-.3.4-.3.7s.1.5.3.7c.2.2.4.3.7.3h11c.3 0 .5-.1.7-.3.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7zM5.8 14.7l6.2 6.3 6.2-6.3c.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7c-.2-.2-.4-.3-.7-.3h-11c-.3 0-.5.1-.7.3-.2.2-.3.5-.3.7s.1.5.3.7z\"\/><\/svg><\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/div>\n<nav><ul class='ez-toc-list ez-toc-list-level-1 eztoc-toggle-hide-by-default' ><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-1\" href=\"https:\/\/anthroposophie.online\/WP\/blog\/das-dritte-auge-und-die-orientierung-im-uebersinnlichen-wahrnehmen\/#Das_dritte_Auge_und_die_Orientierung_im_uebersinnlichen_Wahrnehmen\" >Das dritte Auge und die Orientierung im \u00fcbersinnlichen Wahrnehmen<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-2\" href=\"https:\/\/anthroposophie.online\/WP\/blog\/das-dritte-auge-und-die-orientierung-im-uebersinnlichen-wahrnehmen\/#Das_leibfreie_Denken\" >Das leibfreie Denken<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-3\" href=\"https:\/\/anthroposophie.online\/WP\/blog\/das-dritte-auge-und-die-orientierung-im-uebersinnlichen-wahrnehmen\/#Das_dritte_Auge_das_Stirnchakra\" >Das dritte Auge, das Stirnchakra<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-4\" href=\"https:\/\/anthroposophie.online\/WP\/blog\/das-dritte-auge-und-die-orientierung-im-uebersinnlichen-wahrnehmen\/#Das_Trainieren\" >Das Trainieren<\/a><\/li><\/ul><\/nav><\/div>\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Das_dritte_Auge_und_die_Orientierung_im_uebersinnlichen_Wahrnehmen\"><\/span><strong>Das dritte Auge und die Orientierung im \u00fcbersinnlichen Wahrnehmen<\/strong><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n\n\n\n<p>Man kann bei Neugeborenen und Kleinkindern oben auf dem Scheitel die Fontanelle deutlich pochen sp\u00fcren. Mit der Zeit w\u00e4chst diese \u00d6ffnung zu. Von ihr sagt Rudolf Steiner:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8222;Das ist die \u00d6ffnung, die der Mensch dort in Urzeiten hatte. Dort ging, etwa in der Mitte der Menschheitsentwicklung, eine Art W\u00e4rmeorgan heraus, eine Flammenstrahlung, wie Saugarme, wie eine \u00e4therische Laterne \u2013 das Zyklopen Auge. Es war aber kein Auge, sondern ein W\u00e4rmeorgan. Der Mensch brauchte dieses Organ, um sich zu orientieren. (\u2026)&#8220;<\/p>\n<cite>GA 98. 17 M\u00e4rz 1908 (1983) S 213<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>In vielen v\u00f6lkischen Sagen und Mythen, aber vor allem in Homers \u00abOdyssee\u00bb wird geschildert wie die gefangenen Griechen dem Zyklopen Polyphem dieses Auge durch einen gl\u00fchenden Pfahl ausbrennen. Dieses \u00abEinauge\u00bb str\u00f6mte in Urzeiten unmittelbar zum Herzen. Einen Nachklang findet man bei den Beschreibungen des Scheitelchakras, dem gerade wegen der Kraftlinien, die zum Herzen und von dort in die Glieder str\u00f6men, eine enge Beziehung zu dem Stirnchakra nachgesagt wird. Rudolf Steiner erw\u00e4hnt das Scheitelchakra, so viel ich weiss, nicht, weil diese &#8222;Verschmelzung&#8220; mit dem Stirnchakra in der Weiterentwicklung der Menschheit von dem leibfreien Denken abgel\u00f6st wird.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Das_leibfreie_Denken\"><\/span><strong>Das leibfreie Denken<\/strong><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n\n\n\n<p>Das leibfreie Denken wurde vielfach diskutiert. Greift man auf das dritte Kapitel der &#8222;Philosophie der Freiheit&#8220; zur\u00fcck, so werden dort genau definierte Schritte zur Wandlung des Denkens beschrieben. Nur kurz zusammengefasst: <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Es geht in einem ersten Schritt darum, sich einen, von einem selbst <em>gedachten <\/em>Gedanken in die Meditation herein zu holen. Es ist wichtig, dass ich mein Meditationsobjekt selber gedacht habe, weil es mich in die Lage versetzt seinen Quellgrund zu erforschen, denn ich war dabei, wie es entstand<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die \u00dcbung besteht darin, dass ich die Kraft der Konzentration aufbringen lernen muss, um mein Meditationsobjekt in der Anschauung zu halten. Ich entwickle in diesem zweiten Schritt ein anschauendes Denken. D.h. aus meinem gewohnten Denken sch\u00e4lt sich etwas heraus, als Folge meiner best\u00e4ndigen Bem\u00fchung, das sich einem inneren Objekt anschauend zuzuwenden vermag.<br>Mit diesem Schritt f\u00fchre ich einen frei gewordenen Teil meines Willens in mein Denken hinein<sup data-fn=\"f11efb48-71c1-4cf0-8935-b4265f0044db\" class=\"fn\"><a id=\"f11efb48-71c1-4cf0-8935-b4265f0044db-link\" href=\"#f11efb48-71c1-4cf0-8935-b4265f0044db\">1<\/a><\/sup><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Der dritte Schritt geht von dem anschauenden Denken aus und wendet sich dem Quellgrund meines Meditationsobjekts zu. Ich \u00fcbe mich darin, den Ursprung meines zum Meditationsobjekt gemachten gedachten Gedankens zu entdecken und finde zweierlei Quellgr\u00fcnde:\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Einmal ist der gedachte Gedanke meiner Selbstbezogenheit entsprungen, d.h. er folgte z.B. einem Wunsch oder einer Sinnesanregung, <\/li>\n\n\n\n<li>oder er entsprang einer Intuition: &#8222;<em>Intuition <\/em>ist das im rein Geistigen verlaufende, bewu\u00dfte Erleben eines rein geistigen Inhaltes,&#8220;<sup data-fn=\"f2b36af5-736c-44de-a789-223897b91601\" class=\"fn\"><a href=\"#f2b36af5-736c-44de-a789-223897b91601\" id=\"f2b36af5-736c-44de-a789-223897b91601-link\">2<\/a><\/sup> und damit ein Ausgangspunkt f\u00fcr die \u00fcbersinnliche Wahrnehmung.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Jetzt vermag sich das Denken frei zu bewegen und jedem Meditationsobjekt zuzuwenden. Die Denk-Aufmerksamkeit ist zur gleichen Zeit wie das innere Anschauen dabei, mitten im Geschehen w\u00e4hrend es geschieht. Dieses bildet das<em> Instrument der seelischen Beobachtung, das Instrument der Selbsterkenntnis. <\/em>Nimmt man die jetzt auftretende Herausforderung an, so betritt man erlebend die Astralwelt und deshalb ist es von entscheidender Bedeutung, dass man den letzten Satz der &#8222;Philosophie der Freiheit&#8220; beherzigt: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8222;Man mu\u00df sich der Idee erlebend gegen\u00fcberstellen k\u00f6nnen; <em>sonst <\/em>ger\u00e4t man unter ihre Knechtschaft.&#8220; <\/p>\n<cite>Philosophie der Freiheit, letzter Satz<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>So entsteht das Organ zur Orientierung in der Astralwelt, die sich dadurch charakterisiert, dass man sich ihr ausgesetzt erlebt, wenn man ihr nicht mit innerer Aktivit\u00e4t entgegentritt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Das_dritte_Auge_das_Stirnchakra\"><\/span><strong>Das dritte Auge, das Stirnchakra<\/strong><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n\n\n\n<p>Bevor wir weiter gehen, m\u00f6chte ich betonen, dass in der Astralsph\u00e4re, in die wir uns so begeben, das Stirnchakra eines der wichtigsten, seelischen Wahrnehmungsorgane ist. Es entsteht, wenn die Bewusstseinsseele zur Imaginationsseele<sup data-fn=\"0fe7ab18-d71c-4ec1-827c-80e8205e4eab\" class=\"fn\"><a href=\"#0fe7ab18-d71c-4ec1-827c-80e8205e4eab\" id=\"0fe7ab18-d71c-4ec1-827c-80e8205e4eab-link\">3<\/a><\/sup> gewandelt wird. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>[Es erwacht] &#8222;eine h\u00f6here Macht des astralischen Leibes, (&#8230;) wenn er sich f\u00e4hig macht, ohne dass erst ein Widerstand da ist, durch eine eigene, innere Kraft seine astralische Substanz herauszusto\u00dfen. (&#8230;) Wenn Sie nun in der Lage sind, ohne dass eine \u00e4u\u00dfere Veranlassung da ist, <em>Ihre astralischen Fangarme herauszustrecken,<\/em> so tritt das ein, was man im h\u00f6heren Sinne das geistige Wahrnehmen nennen kann. (\u2026) wo er [der astralische Leib] an einer gewissen Stelle des Vorderhirns &#8211; zwischen den Augenbrauen &#8211; seine astralische Substanz hinausschieben kann wie zwei Fangarme, da bildet er an dieser Stelle das, was man die zweibl\u00e4ttrige Lotusblume nennt, das erste geistige Organ, was man auch nennen kann den imaginativen Sinn.&#8220;<\/p>\n<cite>GA 115. Vortrag 26. Okt. 1909 (1965) S 53f<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Diese &#8218;astralischen Fangarme&#8216; sind ein Bild f\u00fcr den ausstr\u00f6menden Willen. Dieser wird dann ber\u00fchrt von einer Willens\u00e4u\u00dferung eines im Astralischen lebenden Wesens. Die wiederholte &#8218;Ich-T\u00e4tigkeit&#8216; in diesem Sinne f\u00fchrt zu einer Vertiefung der Erkenntnis, zu einem volleren Begreifen, indem die Ich-T\u00e4tigkeit sich in diese Begegnung einlebt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Entwicklung des abtastenden Stirnchakra gewinnt man auch die F\u00e4higkeit, meditativ das Wahre von der Erscheinung zu unterscheiden<sup data-fn=\"9433777f-8f78-4703-88b8-fc10d3cb3cd8\" class=\"fn\"><a id=\"9433777f-8f78-4703-88b8-fc10d3cb3cd8-link\" href=\"#9433777f-8f78-4703-88b8-fc10d3cb3cd8\">4<\/a><\/sup>, was f\u00fcr den modernen Menschen von gro\u00dfer Bedeutung ist. Mit ihr vermag er zu unterscheiden, wes Geistes Kind die Inspirationen sind, die ihm entgegenkommen. <\/p>\n\n\n\n<p>Fasst man die Entwicklung dieses oberen Bereiches des Hauptes zusammen, dann f\u00fchrt zun\u00e4chst die logische Schulung zu einem bewussten Dasein, ausgestattet mit gesunder Urteilskraft und bewirkt durch meditative Vertiefung eine &#8218;Geburt&#8216; in der geistigen Welt, ohne dass dabei ein gesundes Leben und Denken in der physischen Welt beeintr\u00e4chtigt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>So bildet sich, wenn die Bewusstseinsseele zur Imaginationsseele gewandelt wird, im lichteren astralischen Leib, unbeeinflusst von den Einfl\u00fcssen des leiblichen Inkarniertseins, aus der &#8222;\u00e4therischen Laterne eine Art Leuchtturm&#8220;, eine Instanz von der aus das &#8222;Ich&#8220; Licht in den Umkreis hineinstrahlt, um seine astrale Umgebung zu beleuchten und einlebend zu begreifen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Das_Trainieren\"><\/span><strong>Das Trainieren<\/strong><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n\n\n\n<p>Der geheimnisvolle Zugang zu dieser Pforte ist von der Arbeit an der Entfaltung des frei werdenden Willens abh\u00e4ngig. Schon allein das Konzentrieren auf einen innerlich erlebten Inhalt, wie es f\u00fcr die Meditation notwendig ist, braucht ein \u00abTrainieren\u00bb, denn man braucht die innere zuwendende Kraft, um nicht immer wie durch ein unsichtbares Gummiband zur\u00fcckzuschnellen in in sein altes gewohntes, irrlichterierendes Denken. Das Hereinholen des Fokussieren-K\u00f6nnens auf etwas \u00fcbersinnlich Wahrgenommenes, braucht aber zweierlei:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die einlebende Zuwendung <\/li>\n\n\n\n<li>Das Entwickeln der F\u00e4higkeit den Meditationsinhalt &#8217;sprechen&#8216; zu lassen. <\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Dieses &#8218;Kunstst\u00fcck&#8216; muss man sich erarbeiten. Dann wird das sog. dritte Auge in T\u00e4tigkeit gesetzt, wodurch es zum seelischen Wahrnehmungsorgan wird, das in der Astralwelt erwacht. Der Tr\u00e4ger der Denkt\u00e4tigkeit in diesem \u00fcbersinnlichen Bereich ist der \u00c4therleib des Menschen. Das wird gewissermassen schon beim normalen Denken vorweggenommen: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8222;(\u2026) wenn der Mensch denkt, sp\u00fcrt er nicht, wie er durch das Denken in Ber\u00fchrung kommt mit den umliegenden Gegenst\u00e4nden. (\u2026) In dem Augenblicke, wo man anf\u00e4ngt, dadurch, da\u00df man solche \u00dcbungen macht, ein seelisches Auge, ein geistiges Ohr zu erhalten, in demselben Augenblick f\u00e4ngt man an, dieses erste Glied des Menschen, den \u00c4therleib, wirklich zu sehen. In diesem Augenblicke wei\u00df man, da\u00df das Denken, das vorzugsweise ausgef\u00fchrt wird von diesem \u00e4therischen Leibe, ein Begreifen ist, ein Bef\u00fchlen, aber ein geistiges Begreifen, ein geistiges Bef\u00fchlen der Dinge.&#8220;<\/p>\n<cite>GA 309. Vortrag 14. April 1924 (1981) S.30<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das Einleben, das Herausf\u00fchren des \u00e4therischen Bef\u00fchlens dessen, was einem in der Astralwelt entgegenkommt, l\u00e4sst einen eine v\u00f6llige \u00abAnderswelt\u00bb erleben. Diese &#8217;spricht&#8216; ihre Sprache, aber was ich erlebe. ist nicht begrifflicher Art und deshalb nicht einfach mitteilbar. Wollte ich meine Erlebnisse mitteilen, muss ich sie in Bildern oder in beschreibende Worte einkleiden. Diese Einkleidung ist wie das Einbringen einer Ernte. Erst dadurch kann ich mir die \u00fcbersinnlichen Erlebnisse, die sich sonst sofort wieder verfl\u00fcchtigen, zu eigen machen. Das ist Teil des Erlebnisses: Man wendet sich einlebend zu und kommt zu Erlebnissen, aber um sie halten zu k\u00f6nnen, muss man sie einkleiden. In der Einkleidung verwendet jeder sein eigenes Material, um sich auszudr\u00fccken, sowie jeder K\u00fcnstler seine eigene ihm typische Ausdrucksweise erfindet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n\n\n<ol class=\"wp-block-footnotes\"><li id=\"f11efb48-71c1-4cf0-8935-b4265f0044db\">&#8222;Indem das Denken hellsichtig wird, sich absondert von Gehirn und Nervensystem, beginnt es, innere Regsamkeit, Eigenleben zu entwickeln und str\u00f6mt als eigenes Erleben in die \u00fcbrige geistige Welt hinaus. Die F\u00fchlh\u00f6rner des Denkens &#8211; ich mu\u00df es etwas grob ausdr\u00fccken &#8211; , des hellsichtig gewordenen Denkens, strecken wir hinaus in die geistige Welt, und sie nehmen im Untertauchen wahr das f\u00fchlende Wollen, das wollende F\u00fchlen der anderen Wesen, die um uns sind auf dem geistigen Felde.&#8220; GA 154: 26 Mai 1914.(1985) S.119 <a href=\"#f11efb48-71c1-4cf0-8935-b4265f0044db-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 1 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"f2b36af5-736c-44de-a789-223897b91601\">Philosophie der Freiheit GA 4 (1996) S 146 <a href=\"#f2b36af5-736c-44de-a789-223897b91601-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 2 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"0fe7ab18-d71c-4ec1-827c-80e8205e4eab\">&#8222;Beim okkult sich entwickelnden Menschen verwandelt sich die Bewu\u00dftseinsseele in die Imaginationsseele.\u201c Ga 145: 29.3.1913 \u00a0(1957) S 179. Diese Imaginationsseele wird u.a. in der \u00abTheosophie\u00bb (GA 9) als Geistselbst beschrieben.\u00a0 <a href=\"#0fe7ab18-d71c-4ec1-827c-80e8205e4eab-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 3 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"9433777f-8f78-4703-88b8-fc10d3cb3cd8\">Ga 10. (1995) S.102. <a href=\"#9433777f-8f78-4703-88b8-fc10d3cb3cd8-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 4 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das dritte Auge und die Orientierung im \u00fcbersinnlichen Wahrnehmen Man kann bei Neugeborenen und Kleinkindern oben auf dem Scheitel die Fontanelle deutlich pochen sp\u00fcren. Mit der Zeit w\u00e4chst diese \u00d6ffnung zu. Von ihr sagt Rudolf Steiner: &#8222;Das ist die \u00d6ffnung, die der Mensch dort in Urzeiten hatte. 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