Inhaltsverzeichnis Nr. 13

Fragen und Beiträge zur Geistesforschung Markus Buchmann: Was ist - und wie betreibt man Bildekräfteforschung? Jürgen Brau: Michaels Zeichen - projektiv betrachtet Martin Barkhoff: Gedankenschau gezielt hervorrufen Berichte Willlhelm Motz: Hochschule in Entwicklung, Stuttgart 29./30. Nov 2025 Andreas Heertsch: Hochschule in Entwicklung, Stuttgart 29./30. Nov. 2025 xy: Zweites Kolloquium zur übersinnlichen Wahrnehmung im Zweig am Goetheanum Ankündigungen Hochschule in Entwicklung (Thema: meditative Anweisungen in den Klassenstunden), Kassel 29./30.11.26 Kolloquium zur übersinnlichen Wahrnehmung - Lesen im Buche des Lebens 16.1.27 (Save the Date) Editorial Liebe Leserinnen und Leser viel Freude beim Lesen!Andreas Heertsch

WeiterlesenInhaltsverzeichnis Nr. 13
  • Beitrags-Kategorie:Anthroposophie
  • Beitrags-Kommentare:0 Kommentare
  • Beitrag zuletzt geändert am:31. März 2026
  • Lesedauer:1 Min. Lesezeit

Inhaltsverzeichnis & Editorial

Fragen und Beiträge zur Geistesforschung Thomas Mayer: Wahrheit in der Geistesforschung Andreas Heertsch: Konstitution der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft Theologische Fragestellungen János Darvas: Elohim und JHWH: Höchste Gottheit oder Engelwesen Berichte Thomas Meyer/Don Vollen: Erstes Kolloquium zur übersinnlichen Wahrnehmung im Zweig am Goetheanum Matthias Bölts: Bericht: Hochschule in Entwicklung Andreas Heertsch: Hochschule in Entwicklung, Stuttgart 22./23. Nov. 2024 Ankündigungen Hochschule in Entwicklung (Thema: 17. Klassenstunde), Stuttgart 29./30.11.25 Kolloquium zur übersinnlichen Wahrnehmung - Vom heiligen Moment des Irrtums. Dornach 1.11.25 (Save the Date) Editorial Liebe Leserinnen und Leser Thomas Meyer hat anlässlich des Kolloquiums zur übersinnlichen Wahrnehmung in Dornach ein Essay geschrieben, wie er Geistesforschung betreibt und wie er empfiehlt andere Geistesforscher auf Solidität zu prüfen. Dieses gut besuchte Kolloquium ist ein Versuch des Zweiges am Goetheanum, Geisterfahrung, die ihren Ursprung weniger beim Denken, mehr beim Wahrnehmen sucht, am Goetheanum "anwachsen" zu lassen. In dem Tagungsbericht "Hochschule und Entwicklung" habe ich versucht, diese beiden Richtungen in einen Dialog zu bringen. Ob ein solcher Dialog tatsächlich zwischen beiden "Lagern" stattfinden wird, muss sich zeigen. Die angekündigten Zusammenkünfte könnten diesem Ziel dienen. Meine Sorgen (und Verärgerungen) über die Geschichte und Entwicklung der Hochschule für Geisteswissenschaft habe ich in einem biographisch gehaltenen Essay formuliert, weil ich unter den Lesern manchen vermute, der ähnliche Enttäuschungen im Umgang mit der Hochschule zu bewältigen hatten. Jànos Darwas hat ein theologisch spannendes Thema behandelt: Wie lässt sich der jüdische Monotheismus ("Du sollst keine anderen Götter haben neben mir") mit der anthroposophischen Hierarchien-Lehre in Einklang bringen? Ich schliesse mit der Bitte: Schreiben Sie über Ihre geisteswissenschaftlichen Ansätze! Dieses Blatt lebt vom Austausch über diese Fragen. Andreas Heertsch Korrespondenzblatt 12 zum Herunterladen (PDF) und selber Ausdrucken KB12Herunterladen

WeiterlesenInhaltsverzeichnis & Editorial
  • Beitrags-Kategorie:KB12
  • Beitrags-Kommentare:0 Kommentare
  • Beitrag zuletzt geändert am:24. Juni 2025
  • Lesedauer:2 Min. Lesezeit

Hochschule in Entwicklung, Stuttgart 22./23.11.2024 – Tagungsbericht

Zu dieser Tagung gibt es einen weiteren Bericht von Matthias Bölts Vor der ersten Veranstaltung (Ankündigung hier) sitzen im Vortragssaal zwei Teilnehmer nebeneinander und kommen ins Gespräch. Nach dem Austausch einiger Floskeln wird es interessant: Reiseveranstalter Sie sind also Kartograf. Was machen Sie da genau? Kartograf Ich mache aus älteren, oft schwer lesbaren Karten neue, wenn es gut geht: verfeinerte Karten. Und Sie? Reiseveranstalter Ich bin Reiseveranstalter. Kartograf Benutzen Sie für Ihre Reisen Karten? Reiseveranstalter Selten. Meist weiß ich, wo ich bin. Reiseveranstalter (wechselt das Thema) Haben Sie sich schon für eine Arbeitsgruppe eingetragen? Kartograf Ja, ich gehe zu Wolfgang Kiltau. Bei ihm geht es um den kosmischen Menschen. Reiseveranstalter Warum gehen Sie gerade zu ihm? Kartograf Weil ich da erwarten darf, dass sich aus dem Umgang mit klaren Begriffen neue Perspektiven ergeben. Und Sie? Reiseveranstalter Ich gehe zu Gunhild von Kries und Stephan Hartmann. Sie machen eine Art Aufstellung von Luzifer und Ahriman im Verhältnis zum Christus. Kartograf Da würde ich ja nicht hingehen! Reiseveranstalter Warum nicht? Kartograf Das wird wieder so eine Mysterienspielerei mit Hochschulmantren sein. Reiseveranstalter Das klingt aber sehr abwertend! Kartograf Die wissen doch gar nicht, wovon sie sprechen: keine klaren Begriffe! Reiseveranstalter Haben Sie da denn schon mal teilgenommen? Kartograf Ich habe mir berichten lassen. Reiseveranstalter (etwas verärgert) Sagen Sie mal, unter Ihren Begriffswerkzeugen bleibt die Erfahrung der Geistesgegenwart doch ziemlich blass. Es folgt eine längere Ausführung des Kartografen über den Wert des Studiums und der dazugehörigen klaren Begriffe, die jeder Geist-Erfahrung vorauszugehen hätten, die wir hier aber überspringen. Reiseveranstalter Ich habe mal jemanden kennengelernt, der ähnlich argumentierte, aber ich hatte den Eindruck, er ersetzt die Erkenntnisdramatik lieber durch Erkenntnisgrammatik, weil er sich vor der wirklichen Geist-Erfahrung fürchtet. Kartograf fühlt sich nicht verstanden und macht eine kleine Ausführung über ‹Beobachtung des Denkens als erste Geisterfahrung›. Reiseveranstalter (macht daraufhin folgenden Vorschlag) Ich komme mit in Ihren Kurs mit Wolfgang Kiltau – und Sie dafür mit mir zu Stefan Hartmann und Gunhild von Kries. Kartograf Das ist für Sie aber leichter als für mich! Reiseveranstalter Falls Sie meinen, Kiltau läge mir mehr als Ihnen von Kries und Hartmann, kann ich Sie beruhigen: Ich wäre von mir aus nicht auf die Idee gekommen, zu Kiltau zu gehen. Kartograf Warum nicht? Reiseveranstalter Zu begrifflich! Kartograf Schon mal da gewesen? Reiseveranstalter Nein – eben, deswegen mein Vorschlag! Kartograf (lenkt ein) Also gut. Reiseveranstalter Aber ohne Vorurteile! Kartograf problematisiert nun in einer kurzen Ausführung die Frage: Wann weiß ich, dass ich unbefangen bin? Reiseveranstalter Gebongt! Trotzdem: ohne vorsätzliche Vorurteile! Kartograf Das ist doch selbstverständlich! Reiseveranstalter nickt stumm. Reiseveranstalter und Kartograf treffen sich abends, nachdem sie…

WeiterlesenHochschule in Entwicklung, Stuttgart 22./23.11.2024 – Tagungsbericht

Kolloquium zur übersinnlichen Wahrnehmung, Dornach, 2. Nov. 2024

Die Anthroposophische Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, eine neue, ideologie­freie, spirituelle Kultur zu begründen. Sie stützt sich dabei bisher hauptsächlich auf die geisteswissenschaftlichen Forschungsergebnisse Rudolf Steiners. Sind diese Ergebnisse nur für Rudolf Steiner erreichbar gewesen, oder werden sie von anderen übersinnlich Wahrnehmenden gestützt und ggf. ergänzt? Seit Beginn dieses Jahrhunderts treten vermehrt Menschen in Erscheinung, die von ihren übersinnlichen Erfahrungen und Forschungen auf Basis des anthroposophischen Schulungsweges berichten.  Wir meinen, es ist an der Zeit, dass wir diese Entwicklungen des Bewusstseins berücksichtigen und mutig einen gesunden und sachlichen Boden für einen Austausch über übersinnliche Erfahrungen anstreben. Deshalb wollen wir zu einem Kolloquium einladen, um an Hand einer Reihe von Fragen einen Austausch zu ermöglichen mit Menschen, die in der Lage sind, von ihren eigenen spirituellen Erfahrungen zu erzählen. Wie entsteht eine übersinnliche Wahrnehmung? Welche Rolle spielt die Individualität beim Wahrnehmen im Übersinnlichen? Wo liegen Quellen des Irrtums? Wie sieht eine wissenschaftlich begründete übersinnliche Forschung aus? Lässt sich eine Sprache finden, die einen Austausch eigener Erfahrungen so ermöglicht, dass Zuhörende in die Lage versetzt werden können, das Erzählte nachzuerleben? Hiermit möchten wir Sie einladen, nach Dornach zu kommen, mit uns dieses grundlegende Gespräch zu führen. Wir haben zunächst als Zweig am Goetheanum die Initiative in die Hand genommen, stehen aber gleichzeitig in Kontakt mit der Goetheanum-Leitung. Im weiteren möchten wir im Zweig am Goetheanum einen Boden für eine anschliessende Reihe von Einzelvorträgen mit praktischen Übungen über übersinnliche Wahrnehmungen vorbereiten. Der geplante Ablauf des Kolloquiums am 2. Nov. 2024 9:00 – 18:30 in der Rudolf Steiner Halde:  9.00 - 9:15 Begrüssung9.15 - 10:45 Evtl. kurze Eurythmie zum Ankommen und Warmwerden im Plenum oder Ähnliches, anschliessend moderiertes Gespräch mit 3 eingeladenen Teilnehmern, daran anschließend Gespräch im Plenum. 10.45 – 11.15 Pause. 11.15 – 12.30 praktische Üb-Einheiten in Gruppen12.30 – 14.00 Mittagspause14.00 – 15:30 Moderiertes Gespräch mit 3 anderen eingeladenen Teilnehmern anschließend: Gespräch im Plenum15.30 – 16.00 Pause16.00 – 17.15  praktische Üb-Einheiten in Gruppen17.15 – 17.30 Pause17.30 – 18.30 Plenum18.30 Ende Für die Initiative: Ronald Templeton, Gottfried Caspar, Ingrid Caspar, Andreas Heertsch. Margarete Jäckel, und Dorothea Templeton.  Ihre Teilnahme haben zugesagt:  Corinna Gleide, Gunhild von Kries, Frank Burdich, Thomas Mayer, Karsten Massai,Dorian Schmidt Wir bitten um Anmeldung () bis 14. Oktober 2024, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Unkostenbeitrag erwünscht. 

WeiterlesenKolloquium zur übersinnlichen Wahrnehmung, Dornach, 2. Nov. 2024

Aus der Perspektive des Anderen

Auslöser 2019 wurde ich gebeten, im Rahmen der gemeinsamen Jahresfeiern der Zweige um das Goetheanum eine Ansprache für die Osterfeier (55 min) zu halten. Versuchseise habe ich damals das Passionsgeschehen aus der Sicht von Judas, Petrus und Pilatus geschildert. (Es schloss sich dann ein Gespräch über die Pilatusfrage: "Was (Wer) ist Wahrheit" an). 2024 kam eine weitere Bitte für eine Ansprache im gleichen Rahmen wieder für eine Osterfeier. Diesmal war eine Vorgabe eine russische Michaelslegende, in der Michael als Rebell, der vom Kreuz nicht weichen und den Tod des Christus an der ganzen Erde rächen will. Diese Legende widersprach meinem Bild, dass ich mir auf Grund des Studiums der entsprechenden Hinweise Rudolf Steiners gemacht hatte. Das veranlasste mich, nun meinerseits eine Erzählung (16 min) anzufügen. Diese Erzählung ist das Ergebnis eines Versuchs, das Passionsgeschehen aus der Perspektive von Michael zu schildern. Wie kann man sich vorbereiten, diese Perspektive einzunehmen? Vorbereitung In einem frühen Vortrag schildert Rudolf Steiner die Bedingungen, um in der Akasha-Chronik lesen zu können: Opfer des Intellekts GA265 S. 29f «daß man seine eigenen Gedanken zur Verfügung stellt diesem Prinzip, dieser Kraft und diesen Wesenheiten, die wir in der theosophischen Sprache die Meister nennen. 1 Denn letzten Endes muß uns der Meister die nötigen Anweisungen geben, um die Akasha-Chronik lesen zu können. Sie ist geschrieben in Symbolen und Zeichen, nicht in Worten einer jetzt bestehenden oder einer der bestanden habenden Sprachen. Solange man nur die Kraft anwendet, die der Mensch gewöhnlich anwendet beim Denken - und jeder Mensch, der nicht ausdrücklich daraufhin gelernt hat, wendet diese Kraft an -, kann man nicht in der Akasha-Chronik lesen. Wenn Sie sich fragen , so werden Sie sich sagen müssen: . Sie verbinden Objekt und Prädikat miteinander, wenn Sie einen Satz bilden. Solange Sie selbst es sind, der die einzelnen Begriffe verbindet, so lange sind Sie nicht imstande, in der Akasha-Chronik zu lesen. Sie sind nicht imstande zu lesen, weil Sie Ihre Gedanken mit dem eigenen Ich verbinden. Sie müssen aber Ihr Ich ausschalten. Sie müssen verzichten auf jeden eigenen Sinn. Sie müssen lediglich die Vorstellungen hinstellen, um die Verbindung der einzelnen Vorstellungen durch Kräfte außerhalb von Ihnen, durch den Geist, herstellen zu lassen. Es ist also der Verzicht - nicht auf das Denken, wohl aber darauf, von sich aus die einzelnen Gedanken zu verbinden - notwendig, um in der Akasha-Chronik zu lesen. Dann kann der Meister kommen und Sie lehren, durch den Geist von außen Ihre Gedanken zusammenfügen zu lassen zu dem, was Ihnen der universelle Weltengeist über das, was in der Geschichte sich vollzogen hat, zu zeigen vermag. Dann urteilen Sie nicht mehr…

WeiterlesenAus der Perspektive des Anderen

Wissenschaft des alten und des neuen Testamentes

Hier geht es mir nicht um Theologie als Wissenschaft, sondern um Stile der Geistesforschung. Reduktionismus Georg Maier unterschied zwei Typen von Wissenschaft: im Stile des alten Testamentes: Blick auf Einheit und Gesetze im Stile des neuen Testamentes: Blick auf das Besondere und Wesen Die alttestamentarische Haltung1: Das Besondere wird versucht auf das Allgemeine zurückzuführen. Diese Haltung gipfelt heute in der Sehnsucht nach TOE (Theorie of everything) und ist in den meisten Wissenschaftsdisziplinen das Grundmodell. Selbst der Goetheanismus (im engeren Sinne verstanden) will die einzelnen Phänomene auf Urphänomene zurückführen. Damit ist das Augenmerk auf allgemeine und grundlegende Gesetze gerichtet. Diese Sicht hat die abendländische Naturwissenschaft und ihre Anwendung in der Technik erfolgreich gemacht. Wertschätzung des Besonderen In dieser reduktionistischen Haltung gewinnt man Einsicht in allgemeine Gültigkeiten. Sie versucht die Bilde-Prinzipien zu beschreiben, die den verschiedenen Erscheinungen zugrunde liegen. Sie wird aber so keinen Zugang gewinnen zum einzelnen Wesen. Hier empfiehlt Georg Maier eine Wissenschaft des Neuen Testamentes: Wie wird Wesenserkenntnis möglich? Dafür muss ich mich bereit machen, mich auf eine unscheinbare Situation bejaend einlassen zu können. Um deutlich zu machen, was ich damit meine, möchte eine kleine Episode schildern, die den Beginn einer über 15 Jahre dauernden Bekanntschaft und schliesßlich Zusammenarbeit mit einem Zwerg einleitete: Als ich vor einigen Jahren im Großen Saal des Goetheanum in einem Mysteriendrama Rudolf Steiners saß, begann, bevor sich der Vorhang öffnete, in einiger Entfernung von mir ein Wecker elektronisch erzeugte Pieptöne von sich zu geben. Erschrockenes Rascheln der Besitzerin, bis das Piepen verstummte. Die Szene begann. Nach einigen Minuten erscholl allerdings das gleiche Piepen erneut. Wiederholtes Rascheln, diesmal mit mehr Erfolg: Das Piepen war endgültig verstummt. Um mich eine Atmosphäre von ärgerlichem Schweigen: Man sah möglichst konzentriert auf die Bühne und tat so, als ob nichts gewesen sei.MärchenhaftBeim zweiten Piepen hatte ich jedoch den mich überraschenden Eindruck: «Warum hört mich denn keiner?» Ich ließ mich also auf ein Gespräch ein, indem ich meinen Arm bereit hielt, als kleine Bank zu dienen, und prompt setzte sich ein Männlein darauf und sah mich mit großen Augen an. Ich begann ihm zu erklären: «Das ist jetzt gar nicht der richtige Moment, in dem du rufst!» Verdutzt hörte der Kleine zu und – seine Aufmerksamkeit ausnutzend – erklärte ich ihm: «Wir Menschensehen hier ein wichtiges Schauspiel; da geht es darum, wie Menschen lernen können, dass sie deine Welt auch sehen.» Das Männlein zwinkerte dankbar mit den Augen und schwupp, war es von meinem Arm verschwunden.WissenschaftlichDiese kleine Geschichte läuft Gefahr, beim Leser einen ganz falschen Eindruck zu erwecken. Sie ist nur eine imaginative Erzählung. Nicht, dass es das «Männlein» nicht gäbe, auch «saß» es…

WeiterlesenWissenschaft des alten und des neuen Testamentes
  • Beitrags-Kategorie:AnthroposophieKB11
  • Beitrags-Kommentare:0 Kommentare
  • Beitrag zuletzt geändert am:10. März 2025
  • Lesedauer:13 Min. Lesezeit

Rundbrief der Allgemeinen Sektion

Rundbrief für Mitglieder der freien Hochschule für Geisteswissenschaft Herausgegeben von der Allgemeinen Anthroposophischen Sektionfür die Goetheanum-Leitung Nr. 6 Ostern 2024 Inhaltsverzeichnis Constanza Kaliks: Editorial Peter Selg:Vor dem Tor der ersten Stunde Matthias Girke: Die Erste Tafel und der Erkenntnisweg der Michaelschule, Johannes Kiersch: Lilly Kolisko als Vermittlerin, Claus-Peter Röh: Erfahrungen mit Formen der Klassenarbeit in den letzten Jahren und Jahrzehnten Virginia Sease: Ein kurzer Rückblick auf die Geschichte der Ersten Klasse in Nordamerika Pjotr Tschaikowski: Bericht über die Klassenarbeit in Russland Antonio Malagón: Die Anfänge der Ersten Klasse in Spanien Autorennotizen Weiterführende Literatur (Auswahl) Der Rundbrief ist für Mitglieder der Hochschule für Geisteswissenschaft erhältlich:

WeiterlesenRundbrief der Allgemeinen Sektion

Perspektiven der Hochschularbeit

Rezension von "Perspektiven freier Hochschularbeit"1 Diese Rezension habe ich für "Anthroposophie Weltweit" im Frühjahr 2019 geschrieben, dort sollte sie zusammen mit einer Stellungnahme der Allg. Sektion veröffentlicht werden. (Diese Stellungnahme ist bis heute nicht erfolgt und die Veröffentlichung entsprechend auch nicht.) Deshalb sei meine Rezension hier im Gedenken an Elisabeth Wutte† und als Dank an sie und Günther Röschert platziert . Rezension 20 Beiträge alphabetisch nach Anfangsbuchstaben der Autoren geordnet? Zunächst denke ich noch: Da haben die Herausgeber ja Glück gehabt, dass mit David Auerbach ein Überblick über die verschiedensten gängigen Hochschularbeiten an den Anfang gerät. Aber wenn sich auch der eine oder andere Beitrag systematisch anders anordnen liesse: Gegen Schluss stehen Beiträge, die sich nicht in Klagen, eher grundsätzlichen Überlegungen oder Nacherzählungen der Mantreninhalte befassen, sondern bescheiden von weiterführenden Ansätzen erzählen, die noch vor wenig Jahren als anmassend oder naiv abgewertet worden wären. Klagen Die schweren Klagen kommen nicht als anklagende Texte. Sie schildern vielmehr biographische Momente, etwa von Valentin Tomberg oder Heinrich Leiste, die an der Immunreaktion der Anthroposophischen Gesellschaft zerschellen bzw. sich totlaufen. War es Erkenntnisohnmacht, die die Auseinandersetzung fürchtete und deshalb diese Menschen ausgrenzte bzw. ignorierte? Sind wir heute besser? Ich wage die These: Solange die Anthroposophische Gesellschaft keine Hochschule (sondern allenfalls eine Volkshochschule2) trägt, wird sie solchen eigentlich fruchtbaren Auseinandersetzungen (wie beispielsweise mit Judith von Halle) nicht gewachsen sein. Das kommt in den Beiträgen auch deutlich zum Ausdruck. Da über Jahrzehnte (immer wieder) «Lektoren» so gewählt wurden, dass sie nicht in Konflikte verwickelt waren, ist es nicht wirklich überraschend, dass sie sich überfordert fühlten, als aus den «Lektoren» «Vermittler» werden sollten, die selbstständig ihre Hochschularbeit verantworten. Sie fanden besonders formale Fragen wichtig: «Nie ohne blaue Karte» und: «die Klassentexte gehören trotz Veröffentlichung nicht in die Hände von einfachen Hochschulmitgliedern.» Beides lässt sich begründen. Wenn aber damit Entwicklungen ausgebremst werden, fehlt es an Leitung. Erlebnisse Immer wieder kreisen Schilderungen des Buches um den Hüter der Schwelle. Besonders beeindruckend fand ich das «das gelöbnis» [sic!] von Herbert Heinz Friedrich, der mit eigener Spruchform diese Gestalt in ihrer Unumgänglichkeit fühlbar werden lässt, indem er von seinem Gelöbnis3 «vor» dem Hüter erzählt. Und doch bleibt dieser Hüter (jedenfalls in seinem Text) als unmittelbare Geisterfahrung vage. Mich berührt dieser Text, weil er auf jede Extrapolation (wie der Hüter denn wohl eigentlich wäre, wenn ich ihn konkret erlebte) verzichtet und nur den Umgang mit der eigenen Erfahrung schildert. Eher ermüdend las ich dagegen die Nacherzählungen der Mantren in verschiedenen Beiträgen, um daran die eigene Arbeitsweise zu demonstrieren, anregend dagegen Schilderungen, wie einzelne sich der Geisterfahrung aussetzen und was sie dabei erfahren. Arbeitsweisen Eine Stärke dieser…

WeiterlesenPerspektiven der Hochschularbeit

Leitsätze zur Meditation

Dieser Beitrag von Rolf Heine und Andreas Heertsch entstand aus einer Anfrage der Tagungsverantwortlichen für die Michaeli-Welttagung 2023 am Goetheanum, in der die "Initiative anthroposophische Meditation" (früher Living Connections/Goetheanum Meditation Worldwide) ein Forum mit dem Titel "Meditation!" veranstaltet hatte. Meditation! Unter Meditation verstehen wir eine Form der Bewusstseinsschulung. Sie kann auf unterschiedliche Ziele inhaltlich und methodisch ausgerichtet sein wie z.B. Körperliche und seelische Gesundheit Bewusstseinserweiterung, neue Wahrnehmungsqualitäten, Zusammenwirken mit geistigen Wesen Verbesserung der mentalen Leistungsfähigkeit und Authentizität Wirksamkeit im Zeitgeschehen mit geistigen Mitteln Selbsterkenntnis Meditation ist ein Werkszeug, um sich solchen Zielen durch Bewusstseinskraft anzunähern. „Werkzeug“ ist dabei ein Bild, das zum Ausdruck bringt, dass Aktivität und Können notwendig sind, um etwas ins Werk zu setzen. Ein anderes Bild ist die „Landschaft“, die es zu erkunden gilt, in der sich neue Ansichten und Räume öffnen, je nach Ort und Zeit, in der sich die Landschaft darbietet. Jedes Werkzeug bedarf einer sachgemäßen Handhabung, und jeder Weg birgt Unvorhergesehenes. Jede Änderung der Bewusstseinsart, bedarf der wachen Beziehung zum Alltagsbewusstsein. Anthroposophische Meditation knüpft an die dem Menschen vertrauten Bewusstseinskräfte Denken, Fühlen und Handeln an. Sie intendiert eine harmonische Entfaltung und Verstärkung dieser Bewusstseinskräfte. Eine harmonische Entwicklung ist vor allem dann gegeben, wenn die Übungsschritte in möglichster Wachheit und Klarheit erfolgen, schrittweise das mehr traumartige Fühlen beleben und schließlich das Handeln mit Liebe durchdringen. Anthroposophische Meditation wird meist von weiteren Übungen begleitet, welche das harmonische Verhältnis von Denken, Fühlen und Handeln unterstützen. In der anthroposophischen Literatur werden Übungen dieser Art „Nebenübungen“ genannt. Meditationswege wurden und werden in der Kulturgeschichte vielfach beschrieben. Anthroposophie versteht sich als Geisteswissenschaft. Als solche rezipiert sie alte und neue Meditationswege und stellt diese in ein Verhältnis zu ihrem eigenen originären Ansatz. Aus der Vielfalt der meditativen Ansätze betont Anthroposophie diejenigen, die auf Erkenntnis ausgehen, sei es als Kontemplation (Betrachtung), Bildmeditation (aktive Herstellung innerer Bilder), als Wort- oder Spruchmeditation (Durchschreiten sich eröffnender Bedeutungsebenen), als Bewegungsmeditation (ungeteilte Anwesenheit im bewegten Leib), oder als Situationsmeditation (Vergegenwärtigung einer bestimmten geistigen Entwicklungsstufe). In jedem Fall geht es um ein waches Entwickeln des eigenen Bewusstseins. Die ersten Schritte auf einem bewusst gewählten meditativen Weg führen, wenn sie sachgemäß ausgeführt werden, meist zu raschen, wenn auch manchmal zunächst nur vorübergehenden positiven Resultaten in Bezug auf Gesundheit, mentale Leistungsfähigkeit oder Erweiterungen des Bewusstseinshorizonts. Gleichsam im Schatten dieser positiven Erfahrungen, können aber auch Schwierigkeiten und Hindernisse auftauchten, zum Beispiel, wenn angestrebte Übungsziele nicht wie vorgestellt erreicht werden, oder wenn Schritte in der Selbsterkenntnis bedrückende Schwächen oder Schuldgefühle zutage fördern. Solche Hindernisse können selbst den ernsthaft Übenden zweifeln lassen, ob der eingeschlagene Weg der richtige sei, oder ob man selbst geeignet oder bereit sei,…

WeiterlesenLeitsätze zur Meditation

Bericht Hochschule in Entwicklung – Stuttgart

Im November trafen sich in Stuttgart ca. 150 Teilnehmer, um in einen Erfahrungsaustausch über mögliche Formen der Hochschularbeit zu kommen. In den Arbeitsgruppen wurden Zugänge zu den Situation der 11. Klassenstunde (die Seele findet sich im Tempel) beschritten. Dabei zeigten sich zwei verschiedene Zugangstypen: Zugang am Besinnen der Bedeutungshorizonte des Mantram-Textes Zugang durch schauspielerisches Einnehmen der Positionen der verschiedenen (hierarchischen) Sprecher Der Zugang durch schauspielerisches Einnehmen der Positionen - manche würden vielleicht von "Aufstellungen" sprechen - war für mich neu, weshalb ich an der Arbeit von Anton Kimpfler und von Stefan Hartmann teilnahm. Wenn ich hier von "schauspielerisch" schreibe, dann mit der Betonung auf "Schau". "Spielerisch" eher im kindlichen Sinne: Kinder nehmen ihr Spiel ernst, wissen aber, dass es Spiel ist. So auch hier: Im Wissen, dass Sprache und Haltung weniger als nur anfänglich ist, wagten wir uns als beispielsweise Hierarchien aufzustellen, um zu beobachten, was wohl geschehe. Dieses Eintreten in eine "Rolle" ermöglichte Perspektive: In welche Richtung eine eigene Entwicklung gefordert wird, wenn ich das, was ich hier ahne, zu realisieren suche. Die geistige Welt ist erheblich grosszügiger, als ich erwarten würde: Selbst einen solchen in meiner Bewertung ja geradezu stümperhaften Versuch unterstützt sie nach Möglichkeit. (Nach Möglichkeit: Die Unterstützung würde wohl viel weitreichender sein, wenn ich nicht solch ein Anfänger wäre, der für weitergehende Unterstützung bisher keinen Ansatzpunkt bieten kann.) Neben solchen Arbeitsgruppen gab es auch Plena, eingeleitet durch Erfahrungschilderungen im Umgang mit den Mantren und künstlerische Herausforderungen in Eurythmie und Tonkunst. Beispielsweise einen Ton zu hören, zu singen, zu summen und schliesslich (mit dirigiertem Crescendo und Diminuendo) zu "stummen". Bei den verschiedenen Schilderungen zu den Situationsmantren möchte ich den Beitrag von Elisabeth Wutte erwähnen: Im Wissen um ihre eigene schwere Erkrankung (sie starb sechs Wochen später am 27.12.23) schilderte sie die verschiedenen Perspektiven auf eine Situation am Beispiel einer Hochzeit: Den Stolz des Brautvaters, die Bangigkeit der Brautleute, die Unsicherheit der Mutter im Verhältnis zur neuen Schwiegertochter, das Vertrauen der Trauzeugen in die gemeinsame Zukunft. Angesichts ihres Schwellenübertrittes frage ich mich, ob nicht auch "Hoch-zeit" selbst noch ganz andere Perspektiven eröffnet.... Den Rahmen der Zusammenkunft bildeten die Besinnung auf die erste (Beginn) und die zweite und dritte Tafel (Schluss). Die am Schluss noch zusätzlich angehängten Siegel und Zeichen fielen aus diesem Rahmen und erzeugten bei Einigen Unmut. ------------------------------------------------------- Diese Zusammenkunft - nach mehreren Treffen in Hamburg, nun in Stuttgart - zeigte zwei methodisch sehr unterschiedliche Herangehensweisen (Wort-vermittelt vs. Aufstellung u.ä.). Beide Seiten haben sich früher gegenseitig abgewertet: Während diesen vorgeworfen wurde: "Ihr seid total naiv; Ihr habt ja keine Ahnung, was Ihr da eigentlich macht" konterten jene: "Und Ihr kommt mit…

WeiterlesenBericht Hochschule in Entwicklung – Stuttgart