Elohim und JHWH – höchste Gottheit oder Engelwesen?

János Darvas Elohim and YHWH - supreme deity or angelic beings?"Then new horizons lure the mind's advance. /There comes no close to the finite's boundlessness,/ There is no last certitude in which thought can pause/ And no terminus to the soul's experience.”AurobindoThe questionThe question arises from Rudolf Steiner's presentations in which he uses words from the Hebrew Bible that seem to have a completely different meaning than those received in the Jewish tradition. Is the deity addressed as Elohim, or YHWH, the ultimate creator deity, or are they designations for hierarchical beings (in anthroposophical terms: Elohim => Exusiai => Spirits of Form) located at a certain medium level, which Rudolf Steiner disposes according to the ninefold Christian system of Dionysus Areopagita. Since there are other designations of God in the Torah and tradition (Jah, Ts'waot, Shaddai, El, Elyon, Adonai, Adon etc.) the further question arises as to whether these are angelic beings of whatever order. Or not. I will leave out these other names and concentrate on the two most important names Elohim and YHWH, (but mainly Elohim). I will list a few glosses below, disparate questions in no systematic order. I can’t either propose a definitive “solution” to these questions. By moving those topics in the space of free thinking, something – to say it in French – “se donne à penser de façon subtile”. Not an angelic hierarchyThe view that Elohim or YHWH belong to a hierarchical sub-genus of beings and do not denote the supreme deity speaks against this:• The conviction of the Jews that they are praying to the highest Creator God when they mention these names. (Possible objection: they may be wrong)• In the daily main prayer (Amida), God is addressed as El Eljon (Highest God) (Objection: it is perhaps only the relatively highest God, the one that Jewish knowledge, limited in the eye of of Christian supersessionism, can just reach). However, according to Jewish tradition, after Abraham's encounter with Melchizedek, the high priest of El Elyon, he also becomes a partaker of this deity. (From an anthroposophical, supersessionist point of view, Emil Bock does not attribute this to him; he had only become a bearer of a inferior reflection of the Highest through the sphere of the moon).• The sentence from the Passover Haggadah: He Himself brought us out of Egypt - He Himself, not a "malach" (angelic being).• The mystical-theosophical doctrine of the "Sarim" (Princes), which are folk spirits related to the planets that lead large groups of humanity. Every nation has a "Sar", but Israel, according to this tradition, does not; it is under the direct…

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Konstitution der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft

Anlass Bei der 4. Konstitutionstagung hatte ich einen Beitrag zu diesem Thema vorbereitet. Durch eine Programmumstellung kam es aber nicht zu meinem Beitrag. Deshalb sei er hier - ausführlicher - publiziert. Nach der Übernahme der Herausgeberschaft für diese Korrespondenzblätter wollte ich den Titel ändern in "Korrespondenzblätter für die Freie Hochschule für Geisteswissenschaft". Zu meiner Überraschung stiess ich bei einigen Autoren auf dezidierten Widerstand, da sie mit der Hochschule, wie sie gegenwärtig verfasst ist, schlechte Erfahrungen gemacht hatten. Dies veranlasste mich zu grundsätzlichen Betrachtungen über den Zustand der Hochschule und dazu, eine kleine Forschungsrunde ins Leben zu rufen, die sich mit den geistigen Hintergründen dieser Schule (übersinnliche Michaelschule) beschäftigt, da ich diese Hintergründe nicht nur mit Hilfe von Zitaten beschreiben mochte. Ansatz Ich werde im Folgenden hauptsächlich Selbsterlebtes erzählen, da ich den Eindruck habe, dass sich so manche(r) in diesen Erlebnissen wiederfinden können wird. Er oder sie wird nicht die gleichen Erlebnisse gemacht haben, aber ich hoffe, dass gerade diejenigen, die sich verärgert oder verletzt von der Hochschule abgewendet haben, im Beschriebenen (prinzipielle) Ähnlichkeiten entdecken können. Vorgeschichte Gemäss Hinweisen Rudolf Steiners (z.B. GA 240, 18.7.24) gab es eine Michaelschule im Übersinnlichen, in der die heutigen Verantwortungsträger auf ihre kommende Verkörperung vorbereitet wurden. Wenn man versucht, sich an die Lehrinhalte dieser Schule zu erinnern, so kann man sich bemühen, seine eigenen vorgeburtlichen Entschlüsse unter den von Rudolf Steiner beschriebenen Lehrthemen zu besichtigen. Diese Entschlüsse erscheinen einerseits als Ideale besonders in der Jugendzeit. Aber auch Lebensmotive, die während der Biographie an Stellenwert gewinnen, lohnen sich unter diesem Blickwinkel zu betrachten. In der bereits erwähnten Forschungsrunde wurde deutlich, dass die Wachheit für die Vielfalt der damals vermittelten Themen bei den damaligen Schülern recht unterschiedlich gewesen sein muss: Jeder hörte besonders das, wofür er "Ohren" hatte. Und diese Ohren waren ebenso unterschiedlich: von hellhörig bis fast taub. So jedenfalls wird - prima vista - verständlich, dass wir uns hier unter den Repräsentanten so unterschiedlich vorfinden. Gründung der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft Rudolf Steiner gründet an der Weihnachtstagung 1923/24 diese Michaelschule als "Freie Hochschule für Geisteswissenschaft". "Gründen" meine ich in diesem Fall wörtlich: es ist ein (rosenkreuzerischer) Versuch, dieser Michaelschule ein irdische Einrichtung anzugliedern. Gemäss Mitteilungsblatt () sieht er die Arbeit mit den Jungmediziernern im Anschluss an die Weihnachtstagung bereits als erste Arbeit innerhalb der Hochschule, noch bevor er mit den Klassenstunden beginnt. Gemäss Statuten behält er sich die Ernennung eines Nachfolgers für die Hochschule vor. Er ernennt aber keine Nachfolger mit entsprechenden Folgen für die Verfassung der Allgemein Anthroposophischen Sektion. Die Hochschule sollte in 3 Klassen eingeteilt werden. Davon ist aber nur das erste Drittel der 1. Klasse durch…

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Wahrheit in der Geistesforschung und der übersinnlichen Wahrnehmung

Thomas Mayer Anlässlich des Erstes Kolloquium zur übersinnlichen Wahrnehmung in Dornach am Sa. 2. November 2024. (Version 11.11.2024) Was ist Geistesforschung und übersinnliche Wahrnehmung? Übersinnliche Wahrnehmungen werden nicht durch die physischen Sinne vermittelt, sondern durch übersinnliche Wahrnehmungsorgane. Übersinnliche Wahrnehmungen sind eigentlich nichts Besonderes, alle Menschen haben sie fortwährend, bemerken es aber nicht. Alle Menschen erleben Stimmungen im Zwischenmenschlichen und Atmosphären von Orten und Landschaften. Diese Stimmungen kann man nicht sehen, sondern nur fühlen. Für das Fühlen gibt es aber kein physisches Sinnesorgan. Dazu benötigt man astrale Wahrnehmungsorgane. Auch die eigenen Körperwahrnehmungen bestehen zu einem großen Teil aus ätherischen und astralen Wahrnehmungen. Jeder hat Gedanken und Vorstellungen. Auch dafür gibt es kein physisches Sinnesorgan, sondern es sind übersinnliche Wahrnehmungen. Geistig betrachtet sind Gedanken und Vorstellungen Formungen im Ätherleib, beseelt von Elementarwesen und inspiriert von Geistwesen. Da die meisten Menschen keine Begriffe für solche übersinnlichen Erfahrungen haben und gleichzeitig in der materialistischen „Gehirnwäsche“ aufgewachsen sind, dass nur die materielle Welt real sei und wir nur diese wahrnehmen könnten, werden diese übersinnlichen Wahrnehmungen weginterpretiert. Wir haben sie, aber wir vertuschen sie durch ein wirklichkeitsfremdes Denken. Übersinnlich betrachtet ist das eine Durchsetzung der menschlichen Wesensglieder mit ahrimanischen Geistern, was zu der von Rudolf Steiner beschriebenen Inkarnation Ahrimans gehört. Für viele Menschen ist es ein sehr großer Schritt die materialistische mentale Zwangsjacke abzulegen, die ahrimanischen Besetzungen aus sich herauszuschaffen und sich selbst zuzugestehen, dass sie übersinnliche Wahrnehmungen haben. Das wird dadurch erschwert, dass es andererseits übertriebene Vorstellungen von übersinnlichen Wahrnehmungen gibt. Diese Wahrnehmungen sind meist nichts Spektakuläres, sondern klein, bescheiden und zurückhaltend. Ich kann aus meiner eigenen Erfahrung bestätigen, dass in den Menschen ein großer ungehobener Schatz an Möglichkeiten verborgen liegt. Ich leite seit 2005 pro Jahr etwa vierzig Kurse in Anthroposophischer Meditation mit jeweils einer Einführung in das Wahrnehmen von Elementarwesen. Jedes Mal bin ich überrascht, wie gut das bei der Mehrzahl der Kursteilnehmer nach einer entsprechenden meditativen Vorbereitung geht. Die Erlebnisse sind oft eindeutig und bestätigen sich gegenseitig. Es geht dabei vor allem darum, Erlebnisse ernst zu nehmen, die man normalerweise übergeht. Wir haben alle viel mehr Möglichkeiten für übersinnliche Wahrnehmungen als wir glauben. Die Wiederkehr des Christus im Ätherischen Nach Rudolf Steiner hängen diese Möglichkeiten auch mit der Erscheinung des Christus im Ätherischen im 20. Jahrhundert zusammen. Dieses Christus-Ereignis hat Auswirkungen auf die Bewusstseinsmöglichkeiten jedes Menschen. Rudolf Steiner beschreibt das so: „Was eintreten kann, das wird das sein, dass die Menschen die neue Fähigkeit eines Wahrnehmens im Ätherischen werden erlangen können – eine gewisse Anzahl von Menschen wenigstens zunächst –, und die andern werden immer mehr und mehr nachrücken, denn 2500 Jahre wird die Menschheit Zeit…

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Kolloquium zur übersinnlichen Wahrnehmung, Dornach, 2. Nov. 2024

Die Anthroposophische Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, eine neue, ideologie­freie, spirituelle Kultur zu begründen. Sie stützt sich dabei bisher hauptsächlich auf die geisteswissenschaftlichen Forschungsergebnisse Rudolf Steiners. Sind diese Ergebnisse nur für Rudolf Steiner erreichbar gewesen, oder werden sie von anderen übersinnlich Wahrnehmenden gestützt und ggf. ergänzt? Seit Beginn dieses Jahrhunderts treten vermehrt Menschen in Erscheinung, die von ihren übersinnlichen Erfahrungen und Forschungen auf Basis des anthroposophischen Schulungsweges berichten.  Wir meinen, es ist an der Zeit, dass wir diese Entwicklungen des Bewusstseins berücksichtigen und mutig einen gesunden und sachlichen Boden für einen Austausch über übersinnliche Erfahrungen anstreben. Deshalb wollen wir zu einem Kolloquium einladen, um an Hand einer Reihe von Fragen einen Austausch zu ermöglichen mit Menschen, die in der Lage sind, von ihren eigenen spirituellen Erfahrungen zu erzählen. Wie entsteht eine übersinnliche Wahrnehmung? Welche Rolle spielt die Individualität beim Wahrnehmen im Übersinnlichen? Wo liegen Quellen des Irrtums? Wie sieht eine wissenschaftlich begründete übersinnliche Forschung aus? Lässt sich eine Sprache finden, die einen Austausch eigener Erfahrungen so ermöglicht, dass Zuhörende in die Lage versetzt werden können, das Erzählte nachzuerleben? Hiermit möchten wir Sie einladen, nach Dornach zu kommen, mit uns dieses grundlegende Gespräch zu führen. Wir haben zunächst als Zweig am Goetheanum die Initiative in die Hand genommen, stehen aber gleichzeitig in Kontakt mit der Goetheanum-Leitung. Im weiteren möchten wir im Zweig am Goetheanum einen Boden für eine anschliessende Reihe von Einzelvorträgen mit praktischen Übungen über übersinnliche Wahrnehmungen vorbereiten. Der geplante Ablauf des Kolloquiums am 2. Nov. 2024 9:00 – 18:30 in der Rudolf Steiner Halde:  9.00 - 9:15 Begrüssung9.15 - 10:45 Evtl. kurze Eurythmie zum Ankommen und Warmwerden im Plenum oder Ähnliches, anschliessend moderiertes Gespräch mit 3 eingeladenen Teilnehmern, daran anschließend Gespräch im Plenum. 10.45 – 11.15 Pause. 11.15 – 12.30 praktische Üb-Einheiten in Gruppen12.30 – 14.00 Mittagspause14.00 – 15:30 Moderiertes Gespräch mit 3 anderen eingeladenen Teilnehmern anschließend: Gespräch im Plenum15.30 – 16.00 Pause16.00 – 17.15  praktische Üb-Einheiten in Gruppen17.15 – 17.30 Pause17.30 – 18.30 Plenum18.30 Ende Für die Initiative: Ronald Templeton, Gottfried Caspar, Ingrid Caspar, Andreas Heertsch. Margarete Jäckel, und Dorothea Templeton.  Ihre Teilnahme haben zugesagt:  Corinna Gleide, Gunhild von Kries, Frank Burdich, Thomas Mayer, Karsten Massai,Dorian Schmidt Wir bitten um Anmeldung () bis 14. Oktober 2024, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Unkostenbeitrag erwünscht. 

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Meditationswochenenden am Quellhof und in Dornach

Liebe Freundinnen und Freunde, wir möchten herzlich einladen zu den kommenden Wochenenden "Verbindung mit dem höheren Selbst - Einführung in Anthroposophische Meditation".Wir zeigen viele verschiedene Herangehensweisen an die Meditation in der Suche nach der Verbindung zu den eigenen geistigen Quellen. Am Nachmittag üben wir das Wahrnehmen von Elementarwesen. Die Wochenenden sind intensiv und auch für eine Wiederholung geeignet. Für weitere Informationen jeweils auf das Datum klicken. Quellhof (bei Crailsheim): 14.-16. Juni 2024Dornach: 5.-7. Juli 2024Der Quellhof ist ein schönes anthroposophische Landhaus im Naturschutzgebiet der Jagst zwischen Stuttgart und Nürnberg. In Dornach meditieren wir Umkreis des Goetheanums.Für Kurzentschlossene bieten wir zu Pfingsten einen Kurs "Verbindung mit der Engelwelt" auf Englisch/Tschechisch in Prag an: Prag 17.-19. Mai 2024Es gibt außerdem noch Plätze für folgende Kurse: Paneurythmie in Dornach: Fr. 31.5.-So. 2.6.2024Kathedrale von Chartres: Sa. 17. bis So. 25. August 2024Meditationsschulung Rosenwaldhof (bei Berlin), Start: 20.-25. Okt. 2024Meditationsschulung Schloss Hohenfels (Bodensee): Start: 27.10. bis 1.11.2024 Eine spirituelle Vertiefung halten wir als eine richtige Antwort auf die Krisen dieser Welt.Während des Ersten Weltkrieges sprach Rudolf Steiner deutlich über höheren Sinn dieser schrecklichen Ereignisse. Seine Worte passen auch in unsere Gegenwart:„Alle Kämpfe, welche noch zu bestehen sein werden im fünften nachatlantischen Zeitraum,sie werden nur ein äußerer Ausdruck sein (…) des Gegensatzes von Materialismus und Spiritualismus. Denn wie sich die Dinge auch verbergen - hinter den unendlich traurigen Ereignissen der Gegenwart liegt der Kampf des Materialismus gegen den Spiritualismus. Dieser Kampf muß ausgefochten werden. Verschiedene Formen wird er annehmen, aber er muß ausgefochten werden, weil die Menschen all das werden ertragen lernen müssen, was notwendig ist zu ertragen, um sich die spirituelle Weltanschauung (…) zu erwerben. Und man kann sagen: Es muß viel gelitten werden, aber nur aus Schmerzen und Leiden geht das hervor, was die Erkenntnis wirklich mit unserem Selbst verbindet.“(Rudolf Steiner, Dornach, 15. Januar 1917, GA 174) InterviewDie Filmemacher Beatrice v. Moreau und George Inci haben ein sehenswertes Interview mit Agnes zur Anthroposophischen Meditation und ihrem persönlichen Weg veröffentlicht.Agnes Hardorp ist Meditationslehrerin, Musikerin und Eurythmistin. In diesem Interview erzählt sie prägende Erlebnisse auf ihrem persönlichen Lebensweg und berichtet von ihren Erfahrungen in den Meditationsseminaren, die sie seit bald 20 Jahren gibt. Sie erklärt, was die anthroposophische Meditation auszeichnet und wie das Bewußtsein des westlichen Menschen abgeholt wird. Gleichzeitig bildet die Meditation die Basis für soziale Wärme und Gemeinschaftsbildung und schafft Liebe zwischen den Menschen. Beatrice v. Moreau und George Inci stellen immer wieder prägnante Fragen. Es ist ein Gespräch zum Eintauchen.Der Trailer mit Ausschnitten dauert 4 Minuten. Das gesamte Video dauert 1 Stunde 18 Minuten und kann ausgeliehen oder gekauft werden bei: vimeo.com/ondemand/agneshardorp Anmeldung und Fragen: Thomas.Mayer@geistesforschung.org Weitere…

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Aus der Perspektive des Anderen

Auslöser 2019 wurde ich gebeten, im Rahmen der gemeinsamen Jahresfeiern der Zweige um das Goetheanum eine Ansprache für die Osterfeier (55 min) zu halten. Versuchseise habe ich damals das Passionsgeschehen aus der Sicht von Judas, Petrus und Pilatus geschildert. (Es schloss sich dann ein Gespräch über die Pilatusfrage: "Was (Wer) ist Wahrheit" an). 2024 kam eine weitere Bitte für eine Ansprache im gleichen Rahmen wieder für eine Osterfeier. Diesmal war eine Vorgabe eine russische Michaelslegende, in der Michael als Rebell, der vom Kreuz nicht weichen und den Tod des Christus an der ganzen Erde rächen will. Diese Legende widersprach meinem Bild, dass ich mir auf Grund des Studiums der entsprechenden Hinweise Rudolf Steiners gemacht hatte. Das veranlasste mich, nun meinerseits eine Erzählung (16 min) anzufügen. Diese Erzählung ist das Ergebnis eines Versuchs, das Passionsgeschehen aus der Perspektive von Michael zu schildern. Wie kann man sich vorbereiten, diese Perspektive einzunehmen? Vorbereitung In einem frühen Vortrag schildert Rudolf Steiner die Bedingungen, um in der Akasha-Chronik lesen zu können: Opfer des Intellekts GA265 S. 29f «daß man seine eigenen Gedanken zur Verfügung stellt diesem Prinzip, dieser Kraft und diesen Wesenheiten, die wir in der theosophischen Sprache die Meister nennen. 1 Denn letzten Endes muß uns der Meister die nötigen Anweisungen geben, um die Akasha-Chronik lesen zu können. Sie ist geschrieben in Symbolen und Zeichen, nicht in Worten einer jetzt bestehenden oder einer der bestanden habenden Sprachen. Solange man nur die Kraft anwendet, die der Mensch gewöhnlich anwendet beim Denken - und jeder Mensch, der nicht ausdrücklich daraufhin gelernt hat, wendet diese Kraft an -, kann man nicht in der Akasha-Chronik lesen. Wenn Sie sich fragen , so werden Sie sich sagen müssen: . Sie verbinden Objekt und Prädikat miteinander, wenn Sie einen Satz bilden. Solange Sie selbst es sind, der die einzelnen Begriffe verbindet, so lange sind Sie nicht imstande, in der Akasha-Chronik zu lesen. Sie sind nicht imstande zu lesen, weil Sie Ihre Gedanken mit dem eigenen Ich verbinden. Sie müssen aber Ihr Ich ausschalten. Sie müssen verzichten auf jeden eigenen Sinn. Sie müssen lediglich die Vorstellungen hinstellen, um die Verbindung der einzelnen Vorstellungen durch Kräfte außerhalb von Ihnen, durch den Geist, herstellen zu lassen. Es ist also der Verzicht - nicht auf das Denken, wohl aber darauf, von sich aus die einzelnen Gedanken zu verbinden - notwendig, um in der Akasha-Chronik zu lesen. Dann kann der Meister kommen und Sie lehren, durch den Geist von außen Ihre Gedanken zusammenfügen zu lassen zu dem, was Ihnen der universelle Weltengeist über das, was in der Geschichte sich vollzogen hat, zu zeigen vermag. Dann urteilen Sie nicht mehr…

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Wissenschaft des alten und des neuen Testamentes

Hier geht es mir nicht um Theologie als Wissenschaft, sondern um Stile der Geistesforschung. Reduktionismus Georg Maier unterschied zwei Typen von Wissenschaft: im Stile des alten Testamentes: Blick auf Einheit und Gesetze im Stile des neuen Testamentes: Blick auf das Besondere und Wesen Die alttestamentarische Haltung1: Das Besondere wird versucht auf das Allgemeine zurückzuführen. Diese Haltung gipfelt heute in der Sehnsucht nach TOE (Theorie of everything) und ist in den meisten Wissenschaftsdisziplinen das Grundmodell. Selbst der Goetheanismus (im engeren Sinne verstanden) will die einzelnen Phänomene auf Urphänomene zurückführen. Damit ist das Augenmerk auf allgemeine und grundlegende Gesetze gerichtet. Diese Sicht hat die abendländische Naturwissenschaft und ihre Anwendung in der Technik erfolgreich gemacht. Wertschätzung des Besonderen In dieser reduktionistischen Haltung gewinnt man Einsicht in allgemeine Gültigkeiten. Sie versucht die Bilde-Prinzipien zu beschreiben, die den verschiedenen Erscheinungen zugrunde liegen. Sie wird aber so keinen Zugang gewinnen zum einzelnen Wesen. Hier empfiehlt Georg Maier eine Wissenschaft des Neuen Testamentes: Wie wird Wesenserkenntnis möglich? Dafür muss ich mich bereit machen, mich auf eine unscheinbare Situation bejaend einlassen zu können. Um deutlich zu machen, was ich damit meine, möchte eine kleine Episode schildern, die den Beginn einer über 15 Jahre dauernden Bekanntschaft und schliesßlich Zusammenarbeit mit einem Zwerg einleitete: Als ich vor einigen Jahren im Großen Saal des Goetheanum in einem Mysteriendrama Rudolf Steiners saß, begann, bevor sich der Vorhang öffnete, in einiger Entfernung von mir ein Wecker elektronisch erzeugte Pieptöne von sich zu geben. Erschrockenes Rascheln der Besitzerin, bis das Piepen verstummte. Die Szene begann. Nach einigen Minuten erscholl allerdings das gleiche Piepen erneut. Wiederholtes Rascheln, diesmal mit mehr Erfolg: Das Piepen war endgültig verstummt. Um mich eine Atmosphäre von ärgerlichem Schweigen: Man sah möglichst konzentriert auf die Bühne und tat so, als ob nichts gewesen sei.MärchenhaftBeim zweiten Piepen hatte ich jedoch den mich überraschenden Eindruck: «Warum hört mich denn keiner?» Ich ließ mich also auf ein Gespräch ein, indem ich meinen Arm bereit hielt, als kleine Bank zu dienen, und prompt setzte sich ein Männlein darauf und sah mich mit großen Augen an. Ich begann ihm zu erklären: «Das ist jetzt gar nicht der richtige Moment, in dem du rufst!» Verdutzt hörte der Kleine zu und – seine Aufmerksamkeit ausnutzend – erklärte ich ihm: «Wir Menschensehen hier ein wichtiges Schauspiel; da geht es darum, wie Menschen lernen können, dass sie deine Welt auch sehen.» Das Männlein zwinkerte dankbar mit den Augen und schwupp, war es von meinem Arm verschwunden.WissenschaftlichDiese kleine Geschichte läuft Gefahr, beim Leser einen ganz falschen Eindruck zu erwecken. Sie ist nur eine imaginative Erzählung. Nicht, dass es das «Männlein» nicht gäbe, auch «saß» es…

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  • Beitrag zuletzt geändert am:10. März 2025
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Eine kleine Liebeserklärung an Georg Maier

Diesen Beitrag habe ich beim Totengedenken Georg Maiers (* 26. Mai 1933 †14. Juni 2016) beigesteuert. Ich bringe ihn hier erneut, weil ich anregen möchte, seine Gedanken zu einer Form der Geistesforschung in den aktuellen Diskurs miteinzubeziehen. Als ich vor 40 Jahren frisch nach Dornach kam, kam eine hier nicht genannt werden wollende Person von einem Zweigabend im Goetheanum, sichtlich desorientiert und erzählte: «Du, da hat einer geschlagene 90 Minuten über eine Pfütze erzählt, ich sage dir, 90 Minuten: nur Pfütze!» «Wie sah der denn aus?», fragte ich zurück. «So ein kleiner mit ziemlich wenig Haaren und Nickelbrille, hat immer erst am Ende des Absatzes gesagt, was er meint, aber das war dann auch nicht so richtig klar.» «Sprach er oft in Ellipsen wie: ‹nicht wahr?› oder ‹ich mein ja nur› oder ‹ich wollt nur mal sagen› und macht dabei so ein bedeutungsvolles Gesicht?» «Ja genau, und dann hat er über Spiegelungen auf der Pfütze gesprochen und über den Regen, der in die Pfütze tropfte, weißt du, lauter so selbstverständliche Dinge. Dafür gehe ich doch nicht in den Zweigabend!» «Du, ich glaube, das war Georg Maier», vermutete ich. «Ja? Kennst du den?» «Ja, der betreut mit Jochen Bockemühl zusammen das Studien- und Forschungsjahr im Glashaus. Johannes (Kühl) und ich machen bei ihm gerade (1982) ein Projekt.» «Sag mal, ist der denn ganz normal?» «Nein überhaupt nicht, der ist so originell, dass ihn kaum einer versteht! Ich erklär dir jetzt etwas, was ich selbst erst in zehn bis zwanzig Jahren verstehen werde, aber das ist eben auch typisch für Georg Maier, dass man so seine Zeit braucht, bis man ihn versteht: Also, wenn er sich wie ein Kind über eine Pfütze her macht, könnte man ja glauben, dass er das Wesentliche nicht vom Unwesentlichen unterscheiden kann. Aber das sieht nur so aus. In Wirklichkeit ist es genau umgekehrt! Georg würde vielleicht sagen: ‹Also diese Pfütze – nicht wahr …› Und das heißt dann: Diese Pfütze ist nicht eine Pfütze. Oder noch etwas ausführlicher: Wenn Georg über diese Pfütze spricht, dann meint er genau diese Pfütze und nicht irgendeine Prinzip-Pfütze oder eine ‹Pfütze an sich›.» «Na, findest du das nicht ein bisschen pingelig?» «‹Ich mein …›, würde Georg vielleicht bedeutungsvoll andeuten. Das heißt dann soviel wie: ‹Ja, richtig kleinlich!›, aber um das zu verstehen, solltest du mal lesen, was Georg in seinem Grundsatzbeitrag ‹Forschung als Hinwendung zur gegenwärtigen Existenz› (1993) geschrieben hat. Lass dich von dem Titel nicht abschrecken! (Der Inhalt ist allerdings auch nicht so einfach verständlich, aber viel einfacher als der Titel …) Da vergleicht er die Naturwissenschaft mit dem alten Testament: Gesetze werden…

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Innere Ruhe

Innere Ruhe gehört in diesen rastlosen Zeiten zu den am meisten erstrebten und doch so fernen Gütern, die man sich für den Feierabend, das kommende Wochenende, den nächsten Urlaub, die Pensionierung oder vielleicht, schneller verfügbar durch ein Glas vom Roten erhofft. Und wem diese Ruhe bedrohlich, weil in ihr neue Räume und Gründe für tiefere Unrast geahnt werden, wem diese Ruhe als Vorbote der letzten Ruhe in fortgesetzte Regsamkeit versetzt, wem die Mahnung von Freunden und dann auch vom Kardiologen, man solle doch einen Schritt kürzertreten, wem all dies zu nahetritt, dem sei diese Hinführung zur Meditation zugeeignet. Am Beginn möge ein Zitat stehen, das in seiner Klarheit und gleichzeitiger Fremdheit jene Distanz erst ermöglicht, von der im zweiten Satz die Rede sein wird. Es wird gesprochen vom Geheimlehrer – der Geheimschule – dem Geheimschüler – Regeln, in Symbolen gegeben – von der Geburt des „höheren“ Menschen und dem Blick in höhere Welten. Rudolf Steiner beschreibt hier einen Prozess, der beim Lesen, das erschafft, wovon er spricht. Vorausgesetzt die alten Worte lenken nicht ab vom stillen Zentrum, aus dem der Text tönt: „Der Geheimlehrer gibt dem Schüler auch praktische Regeln zur Entwicklung des inneren Lebens, wobei er sie so gibt und sich dem Schüler gegenüber so verhält, dass er in dessen freien Willen zu keinem Zeitpunkt eingreift. Die erste Regel lautet: Schaffe dir Augenblicke innerer Ruhe und lerne in diesen Augenblicken das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden. Solche Regeln wurden früher in den Geheimschulen nicht in Worten, sondern in Symbolen gegeben. Der Geheimschüler soll sich für kurze Zeit (mindestens fünf Minuten) aus seinem Alltagsleben herausreißen und wie ein Fremder seine Empfindungen und Taten betrachten. Er muss mit der inneren Ruhe des Beurteilers sich selbst entgegentreten. Der Wert dieser ruhigen Selbstschau hängt weniger davon ab, was er dabei schaut, als in der Kraft, die eine solche innere Ruhe entwickelt. Diese Ruhe wird dann auch auf das Alltagsleben ausstrahlen und zu einer ganz neuen Lebensauffassung führen. Die gewonnene Ruhe und innere Sicherheit wirken schließlich weiter auf das ganze menschliche Wesen. So werden dann z. B. als Beleidigungen gemeinte Worte an dem Geheimschüler abperlen. Beim Warten wird er, statt zwecklose Ungeduld zu entwickeln, die Zeit für Beobachtungen nutzen usw. Durch diese innere Ruhe schafft der Schüler Raum in sich für die Geburt des „höheren Menschen“, der dann der innere Herrscher wird und die Verhältnisse des äußeren Menschen sicher führt. Aber über diese Selbstbetrachtung muss der Schüler hinauskommen und sich zu dem rein Menschlichen erheben, seinen Blick in die höheren Welten richten. Diese innere Beschaulichkeit muss ihm Lebensbedürfnis werden, er muss lieben, was ihm in diesen stillen Momenten…

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